Fondsgebundene Rentenversicherung
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Im Kern ist eine Fondspolice nichts anderes als eine Anlage in ETFs und Fonds, verpackt in einen Versicherungsmantel. Der Mantel bringt einen echten Steuervorteil und die Option auf eine lebenslange Rente. Er kostet aber mehr als ein direkter ETF-Sparplan und rechnet sich nur über eine lange Laufzeit. Hier steht ehrlich, wann sich das lohnt, wann ein ETF-Sparplan die bessere Wahl ist und warum die Basisrente besonders unflexibel ist.
Redaktioneller Überblick, keine Finanz- oder Versicherungsberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in fünf Sätzen
- Eine Fondspolice ist ETF-Anlage im Versicherungsmantel, kein eigenes Wundermittel.
- Der Mantel kostet Geld. Er liegt über den Kosten eines direkten ETF-Sparplans, und dieser Unterschied wirkt über Jahrzehnte.
- Dafür gibt es einen Steuervorteil in der Auszahlphase und steuerfreies Umschichten während der Laufzeit.
- Das Produkt ist auf Langfristigkeit ausgelegt. Ein früher Ausstieg bringt meist Verlust.
- Die Basisrente ist die starrste Variante: großer Steuervorteil, aber keine Kapitalauszahlung und keine Kündigung.
Der ehrliche Vergleich: Fondspolice gegen ETF-Sparplan
Beide legen dein Geld in dieselben ETFs an. Der Unterschied liegt im Mantel: Kosten und Flexibilität auf der einen, Steuer und Verrentung auf der anderen Seite. So stehen sie nebeneinander:
| Merkmal | Direkter ETF-Sparplan | Fondsgebundene Rentenversicherung |
|---|---|---|
| Laufende Kosten | rund 0,2 % (nur der ETF) | 0,5 bis 0,99 % Effektivkosten plus Fondskosten (laut Nextwiser) |
| Flexibilität | jederzeit verkaufbar | auf lange Laufzeit ausgelegt, früher Ausstieg mit Verlust |
| Steuer in der Auszahlung | 25 % Abgeltungssteuer plus Vorabpauschale | ab 62 und nach 12 Jahren nur die halben Erträge zum persönlichen Satz |
| Fonds tauschen | steuerpflichtig | steuerfrei im Mantel |
| Lebenslange Rente | nein, du entnimmst selbst | ja, als Option |
| Aufwand | selbst anlegen und durchhalten | Anbieter verwaltet, persönlicher Ansprechpartner |
Es gibt hier keinen pauschalen Sieger. Wer niedrigste Kosten und volle Flexibilität will und die Anlage selbst diszipliniert durchhält, fährt mit dem ETF-Sparplan besser. Wer den Steuervorteil, die Verrentung und einen betreuten Rahmen bewusst will und wirklich langfristig denkt, für den kann die Fondspolice passen. Die Entscheidung hängt an deiner Haltedauer und daran, wie viel Flexibilität du aufgeben willst.
Nextwiser im Detail Anzeige
Nextwiser ist eine digitale Plattform der Waywiser Technologies GmbH, ein zugelassener Versicherungsvermittler (IHK Köln). Sie vermittelt eine fondsgebundene Rentenversicherung sowie eine Basisrente, laut Marktangaben über die Volkswohl Bund AG, und übernimmt die Fondsauswahl. Die konkreten Eckdaten:
- Ab 25 Euro im Monat und bis zu zehn ETFs oder Fonds kombinierbar.
- Effektivkosten laut Anbieter im Schnitt 0,5 bis 0,99 Prozent pro Jahr plus die Kosten der Fonds. Beratung und Plattform sind für dich kostenlos.
- Voll digital, ohne Post-Ident, mit persönlichem Ansprechpartner.
- Alle Kosten werden laut Anbieter vor Vertragsabschluss offen ausgewiesen. Genau da solltest du hinsehen.
Nimm dir mehr als neun Minuten
Nextwiser wirbt damit, dass der Abschluss in unter neun Minuten möglich ist. Das ist bequem, aber eine Altersvorsorge bindet dich oft über Jahrzehnte. Lass dir vor der Unterschrift die Effektivkosten und den Rentenfaktor zeigen, also den Satz, zu dem dein Kapital später in eine Rente umgerechnet wird, und vergleiche das Angebot in Ruhe mit einem einfachen ETF-Sparplan. Das Angebot einzuholen ist kostenlos und unverbindlich.
Die Basisrente (Rürup): großer Steuervorteil, wenig Flexibilität
Nextwiser bietet auch eine Basisrente an, oft Rürup-Rente genannt. Ihr Reiz liegt in der Ansparphase: Die Beiträge sind steuerlich absetzbar, was vor allem Gutverdienern und Selbstständigen ohne gesetzliche Rente spürbar Steuern spart. Dem steht die härteste Bindung im ganzen Vorsorgemarkt gegenüber:
- Keine Kapitalauszahlung. Es gibt ausschließlich eine lebenslange monatliche Rente, nie das Geld auf einen Schlag.
- Keine Kündigung. Du kommst vor der Rente nicht mehr an das Kapital, nur eine Beitragsfreistellung ist möglich.
- Kaum vererbbar. Ohne extra vereinbarten und mitbezahlten Hinterbliebenenschutz verfällt das Guthaben, wenn du früh stirbst.
- Volle Besteuerung der Rente. Der Steuervorteil von heute wird später nachgeholt.
Die Basisrente ist damit ein Werkzeug für einen klar umrissenen Fall, nicht für jeden. Wer Flexibilität braucht oder an das Kapital heran können will, ist mit der normalen Rentenversicherung oder einem ETF-Sparplan besser aufgehoben.
Für wen sich das lohnt, für wen nicht
Spricht dafür:
- Du denkst wirklich langfristig und willst das Geld bis zur Rente nicht anrühren.
- Du willst den Steuervorteil in der Auszahlung und die Option auf eine lebenslange Rente bewusst nutzen.
- Du möchtest nicht selbst anlegen, sondern einen betreuten, digitalen Rahmen mit Ansprechpartner.
Spricht dagegen:
- Du willst niedrigste Kosten und volle Flexibilität. Dann ist ein direkter ETF-Sparplan die klarere Wahl.
- Du könntest das Geld in den nächsten Jahren brauchen. Ein früher Ausstieg aus der Police kostet.
- Wichtigere Lücken sind offen. Vor die Altersvorsorge gehört die Absicherung existenzieller Risiken, etwa der Arbeitskraft.
Passend dazu
- Geldanlage mit Mintos: eine andere Form des Investierens mit Risiko, ganz ohne Versicherungsmantel. Zum Vergleich, was der Mantel eigentlich kostet.
- Tagesgeld und Festgeld: der sichere, einlagengesicherte Gegenpol für den Teil des Geldes, der verfügbar bleiben soll.
- Alle Angebote für Privatkunden: Konten, Karten, Zinsen und Versicherungen im Überblick.
Häufige Fragen
Fondspolice oder ETF-Sparplan, was ist besser?
Das hängt von deinem Zeithorizont und deinem Wunsch nach Flexibilität ab. Ein direkter ETF-Sparplan ist mit rund 0,2 Prozent laufenden Kosten deutlich günstiger und jederzeit verfügbar, dafür fallen auf die Erträge 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Vorabpauschale an, und du musst selbst anlegen und durchhalten. Die fondsgebundene Rentenversicherung kostet mehr, weil ein Versicherungsmantel dazukommt, bietet aber einen Steuervorteil in der Auszahlung und eine lebenslange Rente als Option. Sie lohnt vor allem bei sehr langer Haltedauer und wenn du den steuerlichen Rahmen und die Verrentung bewusst willst. Wer maximale Flexibilität und niedrigste Kosten sucht, ist mit dem ETF-Sparplan besser bedient.
Was kostet die Fondspolice bei Nextwiser?
Nextwiser gibt die Effektivkosten mit durchschnittlich 0,5 bis 0,99 Prozent pro Jahr an, dazu kommen die Kosten der ETFs und Fonds. Die Beratung und die Nutzung der Plattform sind für dich kostenlos. Das ist für eine Fondspolice vergleichsweise günstig, liegt aber über den Kosten eines direkten ETF-Sparplans. Über Jahrzehnte summiert sich dieser Unterschied, deshalb ist er der wichtigste Punkt, den du vor dem Abschluss verstehen solltest.
Kann ich vorzeitig aussteigen?
Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung ja, aber oft mit Verlust: In den ersten Jahren liegt der Rückkaufswert meist unter dem, was du eingezahlt hast, weil die Kosten vorab verrechnet werden. Das Produkt ist auf Langfristigkeit ausgelegt, ein früher Ausstieg ist teuer. Bei der Basisrente geht es noch weiter: Sie lässt sich gar nicht kündigen und nicht als Kapital auszahlen, sondern nur als lebenslange Rente beziehen. Beides solltest du wissen, bevor du unterschreibst.
Worin besteht der Steuervorteil?
Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung werden Umschichtungen zwischen Fonds in der Ansparphase nicht besteuert, und in der Auszahlphase gilt ein Vorteil: Lässt du dir das Kapital nach dem 62. Lebensjahr und nach mindestens zwölf Jahren Laufzeit auszahlen, ist nur die Hälfte der Erträge mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern, statt der vollen 25 Prozent Abgeltungssteuer. Bei der Basisrente sind stattdessen die Beiträge steuerlich absetzbar, dafür ist die spätere Rente voll zu versteuern. Ob der Vorteil die höheren Kosten aufwiegt, hängt vom Einzelfall und der Haltedauer ab.
Basisrente oder Rentenversicherung, was passt zu mir?
Die fondsgebundene Rentenversicherung ist flexibler: Am Ende kannst du dir Kapital oder eine Rente auszahlen lassen. Die Basisrente, auch Rürup genannt, bietet in der Ansparphase den größeren Steuervorteil, ist dafür aber sehr starr: keine Kapitalauszahlung, keine Kündigung, keine Vererbung außer an enge Angehörige, und die Rente wird später voll besteuert. Sie passt vor allem zu Selbstständigen ohne gesetzliche Rente und zu Gutverdienern, die den Steuervorteil gezielt nutzen. Für die meisten anderen ist die flexiblere Variante oder der ETF-Sparplan die naheliegendere Wahl.
Stand 07/2026. Die Angaben zu Nextwiser stammen von nextwiser.com und aus öffentlicher Marktrecherche, abgerufen am 26.07.2026; der dahinterstehende Versicherer und die genauen Konditionen sind vor Abschluss verbindlich beim Anbieter zu prüfen. Die Einordnung zu Kosten, Steuer und Flexibilität gibt den allgemeinen Stand von Verbraucherschutz und Fachpresse wieder und ist eine redaktionelle Orientierung, keine Finanz-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Ob sich ein Produkt für dich rechnet, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Mit „Anzeige“ markierte Links sind Werbelinks: Bei einem Abschluss über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Beitrag nichts.
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