Geschäftskonto für Freiberufler
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Als Freiberufler:in brauchst du keine Gewerbeanmeldung, und fürs Konto vor allem Einfachheit, niedrige Kosten und saubere Rechnungen. Mehrere Anbieter starten bei 0 €. Hier die passende Auswahl mit klarer Empfehlung. Kriterien offengelegt.
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Kurz-Empfehlung
- Viele Rechnungen: Finom (Solo, 0 €), Rechnungsstellung integriert, Cashback, günstige volumenbasierte Buchungen.
- DATEV & Wachstum: Qonto (Basic, 9 € netto), DATEV-Export, wächst mit, wenn mehr draus wird.
- Maximal schlicht: N26 Business (0 €), unkompliziert, starke App.
Was Freiberufler von Gewerbetreibenden unterscheidet
Für die Kontowahl ist das kein Detail, sondern der Grund, warum Freiberufler mit einfacheren und billigeren Konten auskommen.
Keine Gewerbeanmeldung, kein Handelsregister. Wer einen Katalogberuf nach § 18 EStG ausübt, also etwa Ärztin, Anwalt, Steuerberaterin, Architekt, Journalistin, Dolmetscher oder beratende Ingenieurin, meldet kein Gewerbe an, sondern nur beim Finanzamt. Damit entfällt auch der Handelsregisterauszug, den Banken bei Kapitalgesellschaften sehen wollen. Die Kontoeröffnung ist entsprechend schlank: Ausweis, Steuernummer, fertig.
Keine Gewerbesteuer. Freiberufler zahlen Einkommensteuer und in der Regel Umsatzsteuer, aber keine Gewerbesteuer. Das spart nicht nur Geld, sondern auch die Erklärung.
Immer EÜR, keine Bilanzpflicht. Das ist der praktisch wichtigste Punkt: Freiberufler dürfen unabhängig von der Höhe des Gewinns die einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung nutzen (§ 4 Abs. 3 EStG). Die Schwellen von 800.000 Euro Umsatz und 80.000 Euro Gewinn aus § 141 AO, ab denen Gewerbetreibende bilanzieren müssen, gelten für dich nicht. Für das Konto heißt das: Du brauchst keine Bilanzbuchhaltungs-Anbindung, ein sauberer Beleg-Export und eine DATEV- oder Buchhaltungsschnittstelle genügen.
Was trotzdem gilt: Die Trennung von privat und geschäftlich. Ein eigenes Konto ist für Freiberufler zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber die AGB der meisten Banken untersagen die gewerbliche Nutzung von Privatkonten, und bei einer Betriebsprüfung legst du auf einem gemischten Konto jede private Buchung mit offen.
Rechtsstand 08/2026, Gesetzestexte: § 18 EStG, § 141 AO. Redaktionelle Orientierung, keine Steuerberatung.
Kostenlose Geschäftskonten für Freiberufler
| Anbieter | Einstieg | Stärke für Freiberufler |
|---|---|---|
| Finom | 0 € (Solo) | Rechnungen integriert, Cashback, günstige Buchungen |
| Qonto | 9 € netto (Basic) | DATEV-Export, saubere Belege, wächst mit |
| N26 Business | 0 € (Standard) | Sehr einfach, starke App (nur Solo) |
| Holvi | 0 € (Flex) | Fokus Rechnungen & Umsatzsteuer |
Preise und Konditionen ändern sich, maßgeblich ist stets die Anbieterseite. Stand 07/2026, ohne Gewähr.
Unsere Empfehlung
Schreibst du regelmäßig Rechnungen, ist Finom (Anzeige) mit integrierter Rechnungsstellung und günstigen, volumenbasierten Buchungskosten für viele Freiberufler:innen die wirtschaftlichste Wahl. Legst du Wert auf DATEV-Export und Raum zum Wachsen, ist Qonto die solide Empfehlung, kostenlos startbar und ausbaufähig.
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Häufige Fragen
Muss ich als Freiberufler ab einem bestimmten Gewinn bilanzieren?
Nein. Freiberufler dürfen unabhängig von der Gewinnhöhe bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung bleiben (§ 4 Abs. 3 EStG). Die Grenzen aus § 141 AO, 800.000 Euro Umsatz oder 80.000 Euro Gewinn, gelten nur für Gewerbetreibende. Fürs Konto heißt das: Beleg-Export und Buchhaltungsschnittstelle reichen, du brauchst keine Bilanz-Funktionen.
Zahle ich Gewerbesteuer?
Nein, freiberufliche Einkünfte nach § 18 EStG unterliegen nicht der Gewerbesteuer. Achtung bei Mischtätigkeiten: Verkaufst du neben der Beratung auch Waren, kann das den freiberuflichen Charakter gefährden und im schlimmsten Fall die gesamten Einkünfte gewerblich machen. Das im Zweifel vorher klären.
Brauche ich als Freiberufler überhaupt ein Geschäftskonto?
Gesetzlich nicht. Praktisch schon: Die AGB der meisten Banken verbieten die gewerbliche Nutzung von Privatkonten, und bei einer Betriebsprüfung müsstest du auf einem gemischten Konto jede private Buchung offenlegen. Bei 0-Euro-Tarifen kostet die Trennung nichts.
Brauchen Freiberufler ein Geschäftskonto?
Eine gesetzliche Pflicht besteht meist nicht. Trotzdem ist ein getrenntes Konto sinnvoll: Viele Banken untersagen die gewerbliche Nutzung von Privatkonten, und die Trennung spart bei der Steuer Zeit. 0-€-Tarife machen es kostenlos.
Welches kostenlose Konto passt für Freiberufler?
Mit vielen Rechnungen: Finom (Solo, 0 €). Maximal schlicht: N26 Business (0 €). Mit DATEV und Wachstum: Qonto, das kostet seit August 2026 aber mindestens 9 € netto (Basic).
Unterschied Freiberufler vs. Gewerbe fürs Konto?
Freiberufler brauchen keine Gewerbeanmeldung; ein einfaches Einzelkonto genügt. Eine UG/GmbH braucht dagegen ein Konto für Kapitalgesellschaften und die Stammkapital-Einzahlung.
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