Kostenloses Geschäftskonto: die 0-€-Konten im Vergleich
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Ein eigenes Geschäftskonto muss heute keine Grundgebühr mehr kosten, gleich mehrere Anbieter starten bei 0 €. Wichtig ist nur, die Grenzen zu kennen: „kostenlos" heißt keine Grundgebühr, nicht unbegrenzt gratis. Hier die Auswahl mit klarer Empfehlung. Kriterien offengelegt.
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Kostenlose Geschäftskonten (0-€-Tarif)
| Anbieter | 0-€-Tarif | Stärke | Grenze beachten |
|---|---|---|---|
| Qonto | Starter | App, DATEV-Export, wächst mit | begrenzte Freibuchungen |
| N26 Business | Standard | Sehr einfach, 0,1 % Cashback | nur Solo-Selbstständige |
| Finom | Solo | Rechnungen integriert, Cashback | ab 200 SEPA Gebühr |
| Holvi | Flex | Fokus Rechnungen & USt | DATEV/Karte kosten extra |
| FYRST | Base | Deutsche-Bank-Gruppe, Bargeld | jur. Personen nach 6 Mon. 6 € |
Preise und Konditionen ändern sich, maßgeblich ist stets die Anbieterseite. Stand 07/2026, ohne Gewähr.
Wo „0 Euro" endet: die fünf Stellen, an denen es doch kostet
Kostenlose Geschäftskonten gibt es wirklich, aber der Monatspreis ist nur eine von mehreren Positionen. Diese fünf entscheiden, ob das Konto für dich tatsächlich gratis bleibt.
1. Das Buchungskontingent. Der häufigste Kostenpunkt. Viele 0-Euro-Tarife enthalten eine begrenzte Zahl kostenloser Transaktionen, danach kostet jede einzelne Buchung. Wer viele kleine Zahlungen hat, liegt schnell über einem Konto mit Grundgebühr und Flatrate. Zähle deine Buchungen eines typischen Monats, bevor du dich entscheidest.
2. Bargeld. Einzahlungen kosten bei fast allen Anbietern extra, oft ein Prozentsatz der Summe. Für Betriebe mit Bareinnahmen ist das der wichtigste Punkt überhaupt, und genau hier sind Direktbanken und Fintechs schwächer als Filialbanken.
3. Fremdwährung. Zahlungen außerhalb des Euroraums kosten ein Entgelt auf den Umsatz. Wer Software-Abos in Dollar zahlt oder international einkauft, sollte diesen Satz vergleichen, er wird selten prominent genannt.
4. Die Karte. „Kostenlos" bezieht sich oft auf eine Debitkarte. Eine echte Kreditkarte, zusätzliche Karten für Mitarbeiter oder eine physische Karte statt der virtuellen kosten häufig extra.
5. Bedingungen am Gratistarif. Manche Konten sind nur bei regelmäßigem Geldeingang gratis, andere nur für bestimmte Rechtsformen. Reine Solo-Tarife schließen GmbH und UG oft aus, und einzelne Anbieter begrenzen den Gratistarif auf Einzelunternehmer.
Die ehrliche Faustregel: Für Solo-Selbstständige mit wenigen Buchungen und ohne Bargeld ist ein 0-Euro-Konto meist wirklich kostenlos. Sobald Bareinnahmen, viele Transaktionen oder Mitarbeiterkarten dazukommen, ist ein Tarif mit Grundgebühr oft günstiger. Durchrechnen lässt sich das mit dem Geschäftskonto-Kostenrechner.
Unsere Empfehlung
Für die meisten Selbstständigen ist Qonto Starter (0 €) die beste Balance: aufgeräumte App, sauberer Beleg-/DATEV-Export und Raum zum Wachsen. Wer es maximal schlicht mag, nimmt N26 Business; wer viele Rechnungen schreibt, Finom oder Holvi; wer viel Bargeld bewegt, FYRST. Prüfe vor der Eröffnung die Freikontingente und ob deine Rechtsform (Solo, UG, GmbH) unterstützt wird.
Häufige Fragen
Ist ein kostenloses Geschäftskonto wirklich kostenlos?
Die Grundgebühr ja, aber fünf Positionen entscheiden über die echten Kosten: das Buchungskontingent (danach kostet jede Transaktion), Bargeldeinzahlungen, Fremdwährungsentgelte, zusätzliche oder physische Karten sowie Bedingungen wie ein Mindestgeldeingang. Für Solo-Selbstständige ohne Bargeld bleibt es meist wirklich gratis.
Wann lohnt sich ein Konto mit Grundgebühr?
Sobald du viele Buchungen hast, regelmäßig Bargeld einzahlst oder Karten für Mitarbeiter brauchst. Ein Tarif mit Flatrate kann dann günstiger sein als ein 0-Euro-Konto, bei dem jede Buchung über dem Freikontingent einzeln abgerechnet wird. Zähle die Buchungen eines typischen Monats und rechne beide Varianten durch.
Bekommt jede Rechtsform ein kostenloses Konto?
Nein. Reine Solo-Tarife sind oft auf Einzelunternehmer und Freiberufler beschränkt und schließen GmbH und UG aus. Für Kapitalgesellschaften ist das Angebot an echten 0-Euro-Konten deutlich kleiner, und für die Gründungsphase brauchst du zusätzlich einen Anbieter, der Konten für Gesellschaften in Gründung eröffnet.
Gibt es wirklich kostenlose Geschäftskonten?
Ja, Qonto (Starter), N26 Business, Finom (Solo), Holvi (Flex) und FYRST (Base) verlangen keine Grundgebühr. „Kostenlos“ bezieht sich auf die Grundgebühr; Transaktionsgrenzen, Bargeld oder Zusatzkarten können extra kosten.
Worauf sollte ich achten?
Auf die Grenzen des 0-€-Tarifs: Freibuchungen, Kosten pro weiterer Buchung, Bargeld-Gebühren, Kartenanzahl und ob deine Rechtsform (Solo, UG, GmbH) unterstützt wird.
Welches ist am besten?
Für die meisten ist Qonto (Starter) die beste Balance. N26 ist am einfachsten, Finom/Holvi punkten bei Rechnungen, FYRST bei Bargeld.
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