Mobiles Kartenlesegerät für Selbstständige
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Die erste Frage ist nicht, welches Gerät, sondern ob du überhaupt eines brauchst: SumUp und myPOS nehmen Karten auch ohne Gerät für 0 € direkt am Smartphone an. Erst wenn girocard, ein Bon oder ein Betrieb ohne Handy in der Hand dazukommen, wird Hardware nötig, und dann kostet sie zwischen 34 und 179 €. Vier Fragen entscheiden, welches Gerät es wird. Kriterien offengelegt.
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Frage 1: Brauchst du überhaupt ein Gerät?
Beide Partner-Anbieter nehmen Karten inzwischen direkt über das Smartphone an, ohne zusätzliche Hardware: SumUp Tap to Pay und myPOS Glass kosten 0 €. Kundschaft hält die Karte oder das Handy an dein Gerät, fertig. Die Transaktionsgebühr ist dieselbe wie mit Reader.
Das reicht, solange drei Dinge stimmen: Du hast ein passendes Smartphone dabei, dein Akku hält den Tag, und niemand verlangt einen gedruckten Bon. Sobald einer der drei Punkte kippt, lohnt Hardware. Genau danach fragen die nächsten drei Punkte.
Frage 2: Brauchst du die girocard?
In Deutschland zahlt ein großer Teil der Kundschaft mit girocard, nicht mit Kreditkarte. Wer sie nicht annimmt, verliert Umsätze an der Kasse. Bei SumUp akzeptiert das Solo für 79 € die girocard und arbeitet dabei eigenständig; es ist damit das günstigste Gerät mit girocard in dieser Übersicht. Bei myPOS können Glass und das Ultra GC (179 €) die girocard, für das Flex (69 €) steht im Shop dagegen „folgt bald“. ⚠️ Wer ein Flex für deutsche Laufkundschaft kauft, sollte das vorher klären.
Frage 3: Brauchst du einen gedruckten Bon?
Einen eingebauten Drucker führt in dieser Auswahl nur SumUp: das Solo mit Drucker für 109 € oder das Terminal für 169 €, bei dem der Drucker im Gerät sitzt. myPOS bietet laut Shop kein Gerät mit eingebautem Drucker an, Zettle ebenfalls nicht. Für die meisten Selbstständigen ist der Beleg per SMS oder E-Mail ausreichend; wo ein Papierbon erwartet wird, etwa in der Gastronomie, entscheidet dieser Punkt die Gerätewahl.
Frage 4: Soll das Gerät ohne Smartphone arbeiten?
Die günstigsten Reader sind Zubehör: Das Solo Lite für 34 € braucht das Smartphone daneben, weil die Verbindung darüber läuft. Eigenständig arbeiten erst das Solo, das Terminal und myPOS’ Ultra GC, das 4G und WLAN mitbringt. Für den Marktstand oder die Baustelle ist das der entscheidende Unterschied, im Ladengeschäft mit WLAN meist nicht.
Die Geräte mit ihren echten Preisen
| Gerät | Preis netto | girocard | Drucker | Arbeitet allein |
|---|---|---|---|---|
| SumUp Tap to Pay | 0 € | ja | nein | nein (Smartphone) |
| myPOS Glass | 0 € | ja | nein | nein (Smartphone) |
| SumUp Solo Lite | 34 € | ja | nein | nein |
| myPOS Flex | 69 € | noch nicht | nein | ja |
| SumUp Solo | 79 € | ja | nein | ja |
| SumUp Solo mit Drucker | 109 € | ja | ja | ja |
| SumUp Terminal | 169 € | ja | ja | ja |
| myPOS Ultra GC | 179 € | ja | nein | ja (4G + WLAN) |
| Zettle PayPal Reader | ab 29 € | siehe Anbieter | nein | nein |
Alle Preise netto, zzgl. MwSt., am 30.07.2026 in den Anbieter-Shops geprüft. Der Zettle-Preis von 29 € ist ein Aktionspreis für je ein Gerät pro neuem Geschäftskunden, jedes weitere kostet 79 €. Gepflegte Fassung mit Quellenangabe und Änderungsverlauf: Kartenterminal-Gebühren.
Die Gebühr entscheidet mehr als der Gerätepreis
Ein Gerät zahlst du einmal, die Prozente jeden Tag. Bei 1.000 € Kartenumsatz im Monat liegt der Unterschied zwischen 1,29 % und 1,39 % bei einem Euro; bei 12.000 € sind es zwölf. Deshalb lohnt der Blick auf die Sätze mehr als auf die 45 € Unterschied beim Reader:
- SumUp: 1,39 % auf alle Karten, auch auf Firmen- und Amex-Karten. Ein Satz, keine Ausnahmen, dafür nicht der niedrigste. Ab 19 € im Monat („Zahlungen Plus“) sinkt er auf 0,79 % für Debit- und Kreditkarten, was sich ab rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat rechnet.
- myPOS: 1,29 %, aber nur für EU-Verbraucherkarten. Firmenkarten, Amex und Karten von außerhalb der EU kosten 2,69 %. Der Vorteil kippt also, sobald ein nennenswerter Teil deiner Kundschaft mit Firmenkarte zahlt.
- Zettle: 1,39 % auf alle Karten, ohne Monatstarif. Die Gutschrift landet binnen Minuten auf dem PayPal-Geschäftskonto, das dafür Voraussetzung ist.
⚠️ Bei myPOS gibt es eine Inaktivitätsgebühr: 20 € nach zehn aufeinanderfolgenden Monaten ohne gültige Transaktion. Für Saisonbetriebe ist das keine Randnotiz: Wer nur im November und Dezember kassiert, hat von Januar bis Oktober genau diese zehn Monate.
Unsere Empfehlung
Fang ohne Gerät an. Tap to Pay bei SumUp und Glass bei myPOS kosten nichts, und du merkst innerhalb weniger Wochen, ob dir etwas fehlt. Wenn ja, entscheidet der Anlass:
- Du willst ein eigenständiges Gerät mit girocard: SumUp Solo für 79 €, das günstigste dieser Art in der Übersicht.
- Du brauchst einen Papierbon: SumUp Solo mit Drucker für 109 €, oder das Terminal für 169 €, wenn es den ganzen Tag durchlaufen soll.
- Dein Geld soll sofort da sein und du bist mobil unterwegs: myPOS Ultra GC für 179 € mit eigenem 4G. Die Auszahlung erfolgt sofort statt am Folgetag, dafür gelten 2,69 % für Firmen- und Nicht-EU-Karten und die Inaktivitätsgebühr.
- Du wickelst ohnehin alles über PayPal ab: Zettle, ab 29 € für das erste Gerät.
Zettle verlinken wir ohne Partnerlink, wir verdienen daran nichts. Alle drei stehen mit TSW-Note im Kartenzahlungs-Vergleich.
Häufige Fragen
Welches mobile Kartenlesegerät ist das beste?
Das hängt an vier Punkten, nicht am Anbieter: ob du überhaupt Hardware brauchst (Tap to Pay und myPOS Glass kosten 0 €), ob du die girocard annehmen willst, ob ein Papierbon nötig ist und ob das Gerät ohne Smartphone arbeiten soll. Das günstigste eigenständige Gerät mit girocard ist das SumUp Solo für 79 € netto, mit Drucker 109 €. Wer sofortige Auszahlung und eigenes Mobilfunknetz braucht, landet beim myPOS Ultra GC für 179 €.
Was kostet ein mobiles Kartenlesegerät?
Von 0 bis 179 € netto. Ohne Gerät geht es per Smartphone bei SumUp (Tap to Pay) und myPOS (Glass) für 0 €. Reader als Zubehör beginnen beim SumUp Solo Lite mit 34 €, der Zettle PayPal Reader kostet ab 29 € als Aktionspreis für das erste Gerät. Eigenständige Geräte liegen zwischen 79 € (SumUp Solo) und 179 € (myPOS Ultra GC). Preise netto, geprüft am 30.07.2026.
Nehmen alle Geräte die girocard an?
Nein. Bei SumUp akzeptieren die Geräte die girocard laut Geräteseite, bei myPOS können es Glass und das Ultra GC, beim myPOS Flex steht im Shop dagegen „folgt bald“. Da in Deutschland ein großer Teil der Kundschaft mit girocard zahlt, ist das vor dem Kauf zu klären.
Welche Gebühr fällt pro Zahlung an?
SumUp und Zettle nehmen 1,39 % auf alle Karten. myPOS nimmt 1,29 %, aber nur für EU-Verbraucherkarten; Firmenkarten, American Express und Karten von außerhalb der EU kosten dort 2,69 %. Bei SumUp senkt der Tarif „Zahlungen Plus“ für 19 € im Monat den Satz auf 0,79 % für Debit- und Kreditkarten, was sich ab rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat rechnet.
Gibt es versteckte Kosten?
Bei myPOS fällt eine Inaktivitätsgebühr von 20 € an, wenn zehn aufeinanderfolgende Monate keine gültige Transaktion läuft. Für Saisonbetriebe ist das relevant. Bei SumUp und Zettle ist auf den Preisseiten keine Inaktivitätsgebühr genannt. Beim Zettle-Reader gilt der Preis von 29 € nur für das erste Gerät je neuem Geschäftskunden, jedes weitere kostet 79 €.
Brauche ich ein bestimmtes Konto?
SumUp funktioniert mit deinem Konto, optional gibt es ein SumUp-Konto; die Auszahlung erfolgt bis 7 Uhr am Folgetag. myPOS nutzt ein eigenes Konto und zahlt sofort aus. Zettle setzt ein PayPal-Geschäftskonto voraus, dort landet auch die Gutschrift.
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