Kartenlesegerät für die Gastronomie
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Im Restaurant, Café oder Foodtruck entscheiden drei Dinge: ob das Gerät die girocard nimmt, was jede Zahlung kostet und wann das Geld auf dem Konto ist. Wir haben die Gebühren am 30.07.2026 direkt bei SumUp, myPOS und Zettle nachgelesen: 1,39 %, 1,29 % und 1,39 % pro Zahlung, alle drei ohne Grundgebühr. Kriterien offengelegt.
Stand 07/2026 · Angaben ohne Gewähr · vor Abschluss beim Anbieter prüfen
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Worauf es in der Gastro wirklich ankommt
- girocard zuerst: Sie ist in deutschen Lokalen die häufigste Karte. Ein Terminal, das sie nicht nimmt, kostet dich Umsatz am Tisch.
- Beleg am Platz: Bondruck direkt am Gerät spart den Weg zur Theke. Nur ein Teil der Geräte druckt selbst, bei den übrigen kommt ein Drucker dazu.
- Netz im Außenbereich: Im Biergarten oder am Foodtruck hilft ein Gerät mit eigener Mobilfunkverbindung, weil kein WLAN hinreicht und kein Handy gekoppelt sein muss.
- Liquidität: Wer täglich Ware einkauft, merkt den Unterschied zwischen sofortiger Auszahlung und Gutschrift am Folgetag.
- Trinkgeld: Die Trinkgeld-Abfrage vor dem Bezahlen ist Geräte- und App-Sache, nicht selbstverständlich.
- Saison: Wenn der Betrieb im Winter ruht, lohnt der Blick auf Inaktivitätsgebühren.
Die drei Anbieter mit echten Zahlen
| SumUp | myPOS | Zettle by PayPal | |
|---|---|---|---|
| Gebühr je Zahlung (0-€-Tarif) | 1,39 % alle Karten | 1,29 % EU-Verbraucherkarten | 1,39 % alle Karten |
| Firmen-, Amex- und Auslandskarten | 1,39 % | 2,69 % | 1,39 % |
| Grundgebühr | 0 € | 0 € (Tarif One) | 0 € |
| girocard | ja, laut Geräteseite | Ultra GC und Glass ja, Flex noch nicht | siehe Anbieter |
| Auszahlung | bis 7 Uhr am Folgetag | sofort | Minuten aufs PayPal-Konto |
| Günstigstes Gerät mit Bondruck | 109 € netto (Solo mit Drucker) | kein Drucker im Gerät | kein Drucker im Gerät |
| Zu beachten | 1,39 % auch für die girocard, im Gratistarif kein Mengenrabatt | 20 € Inaktivitätsgebühr nach 10 Monaten ohne Zahlung | PayPal-Geschäftskonto nötig |
Alle Angaben am 30.07.2026 auf den Anbieterseiten geprüft. Gerätepreise netto, also zzgl. MwSt. Preise und Konditionen ändern sich, maßgeblich ist stets die Anbieterseite. Ohne Gewähr.
Was die Kartenzahlung im Monat kostet
Rechenbeispiel für ein Lokal mit 12.000 € Kartenumsatz im Monat, gezahlt überwiegend mit deutschen Verbraucherkarten:
| Tarif | Rechnung | Kosten im Monat |
|---|---|---|
| SumUp Standard, 0 €/Monat | 12.000 € × 1,39 % | 166,80 € |
| SumUp Zahlungen Plus, 19 €/Monat | 12.000 € × 0,79 % + 19 € | 113,80 € |
| myPOS One, 0 €/Monat | 12.000 € × 1,29 % | 154,80 € |
| myPOS Plus, 19 €/Monat | 12.000 € × 0,89 % + 19 € | 125,80 € |
| myPOS Pro, 39 €/Monat | 12.000 € × 0,79 % + 39 € | 133,80 € |
| Zettle, 0 €/Monat | 12.000 € × 1,39 % | 166,80 € |
Ab wann sich ein Monatstarif rechnet: Bei SumUp holt sich die Grundgebühr von 19 € ab rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat wieder herein, weil der Satz um 0,6 Prozentpunkte fällt. Bei myPOS liegt die Schwelle zum Plus-Tarif bei etwa 4.750 € und zum Pro-Tarif bei etwa 7.800 €. Wichtig dabei: die günstigen Sätze gelten für Debit- und Kreditkarten aus der EU. Zahlt bei dir viel Geschäftskundschaft mit Firmen- oder Amex-Karte, verschieben sich die Schwellen nach oben, bei myPOS deutlich.
Mit deinem eigenen Umsatz rechnen: Kartenzahlungs-Gebühren-Rechner
Geräte und Preise
| Gerät | Preis netto | Für wen im Lokal |
|---|---|---|
| SumUp Tap to Pay (Smartphone) | 0 € | Zum Ausprobieren, wenn nur gelegentlich Karte gezahlt wird |
| SumUp Solo Lite | 34 € | Günstigster Einstieg, braucht das Smartphone daneben |
| SumUp Solo | 79 € | Der Standard fürs Lokal, arbeitet eigenständig |
| SumUp Solo mit Tresen- oder Mobildrucker | 109 € | Wenn der Bon direkt am Tisch gebraucht wird |
| SumUp Terminal | 169 € | Tragbares Kassensystem mit eingebautem Drucker |
| myPOS Glass (Smartphone) | 0 € | Kostenloser Einstieg, girocard inklusive |
| myPOS Flex | 69 € | Kompakt, aber ohne girocard, für deutsche Gastro derzeit heikel |
| myPOS Ultra GC | 179 € | girocard plus eigenes 4G und WLAN, gut für Biergarten und Foodtruck |
| Zettle PayPal Reader | ab 29 € | Erstgerät je Neukunde, jedes weitere 79 € |
Preise netto zzgl. MwSt., Stand 30.07.2026 aus den Anbieter-Shops. SumUp gewährt nach eigenen Angaben 30 Tage Geld-zurück-Garantie.
TSE, Bon und Meldepflicht: was für dich gilt
Ein Punkt, der in Anbieterprospekten gern fehlt und in der Gastronomie regelmäßig Ärger macht. Maßgeblich ist § 146a der Abgabenordnung:
- Das reine Kartenlesegerät braucht keine TSE. Die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung ist für elektronische Aufzeichnungssysteme vorgeschrieben, also für Kassen. Ein Terminal, das nur Zahlungen abwickelt, zeichnet keine Geschäftsvorfälle auf.
- Sobald ein Kassensystem dazukommt, gilt die TSE-Pflicht. Das betrifft auch Kassen-Apps auf Tablet oder Smartphone, nicht nur die klassische Registrierkasse.
- Belegausgabepflicht: Wer aufzeichnungspflichtige Geschäftsvorfälle mit einem solchen System erfasst, muss den Gästen einen Beleg ausstellen und zur Verfügung stellen. Das Finanzamt kann bei Verkauf an eine Vielzahl unbekannter Personen Ausnahmen gewähren.
- Meldung ans Finanzamt: Anschaffung und Außerbetriebnahme eines solchen Systems sind binnen eines Monats mitzuteilen, samt Art der Sicherheitseinrichtung und Seriennummern.
Das ist eine Einordnung der Rechtslage, keine Steuerberatung. Bei Kassenführung und TSE gehört im Zweifel die Steuerberatung gefragt, die Bußgelder sind spürbar.
Trinkgeld über die Karte
Viele Terminals und Kassen-Apps fragen vor dem Bezahlen nach einem Trinkgeld. Ob dein Gerät das beherrscht, steht auf der jeweiligen Produktseite, verlass dich nicht darauf. Für die Buchhaltung gilt: Trinkgeld, das die Gäste den Angestellten geben, ist in der Regel steuerfrei, Trinkgeld an die Inhaberin oder den Inhaber nicht. Über die Karte laufen beide Beträge zunächst durch dieselbe Auszahlung, deshalb sollte die Aufteilung sauber dokumentiert sein.
Unsere Empfehlung
Für die meisten Lokale ist das SumUp Solo für 79 € netto die naheliegende Wahl: Es nimmt die girocard, funktioniert ohne gekoppeltes Smartphone, und für 109 € netto gibt es die Kombination mit Bondrucker, also Beleg direkt am Tisch. Die 1,39 % sind kein Spitzenwert, dafür gelten sie ohne Bedingungen für jede Karte. Ab etwa 3.170 € Kartenumsatz im Monat lohnt der Wechsel in den 19-€-Tarif mit 0,79 %.
Brauchst du dein Geld sofort, etwa weil der Wareneinkauf täglich läuft, ist myPOS stark, und mit 1,29 % im Gratistarif sogar günstiger. Nimm dann aber das Ultra GC für 179 € netto, denn es beherrscht girocard und bringt eigenen Mobilfunk mit; das günstigere Flex kann die girocard laut Shop noch nicht. Zwei Punkte gehören dazu: Firmen- und Auslandskarten kosten 2,69 %, und nach zehn zahlungsfreien Monaten werden 20 € Inaktivitätsgebühr fällig, was Saisonbetriebe trifft.
Zettle passt, wenn ohnehin alles über PayPal läuft. Der Reader ist mit 29 € netto der billigste Einstieg mit eigenem Gerät und die Gutschrift kommt in Minuten, allerdings auf das PayPal-Geschäftskonto.
Häufige Fragen
Welches Kartenlesegerät eignet sich für die Gastronomie?
Für die meisten Restaurants das SumUp Solo für 79 € netto: es akzeptiert girocard, arbeitet ohne Smartphone und lässt sich für 109 € netto mit Bondrucker bestellen. Wer sein Geld sofort braucht, nimmt myPOS Ultra GC für 179 € netto mit girocard und eingebautem Mobilfunk. Stand 07/2026.
Akzeptieren die Terminals die girocard?
SumUp listet die girocard ausdrücklich für seine Terminals. Bei myPOS akzeptieren Ultra GC und Glass die girocard, beim neuen myPOS Flex steht laut Shop noch Girocard-Akzeptanz folgt bald. In der deutschen Gastronomie ist die girocard die häufigste Karte, deshalb ist das kein Nebenpunkt.
Was kostet Kartenzahlung im Restaurant pro Monat?
Bei 12.000 € Kartenumsatz im Monat sind es rund 166,80 € bei SumUp und Zettle (je 1,39 %) und rund 154,80 € bei myPOS One (1,29 %). Mit SumUp Zahlungen Plus für 19 € im Monat sinken die Gebühren auf 0,79 % für Debit- und Kreditkarten, macht rund 113,80 € insgesamt.
Ab wann lohnt sich ein Monatstarif statt 0 € Grundgebühr?
Bei SumUp ab etwa 3.170 € Kartenumsatz im Monat, weil 19 € Grundgebühr durch 0,6 Prozentpunkte Ersparnis wieder hereinkommen. Bei myPOS liegt die Schwelle zum Plus-Tarif bei etwa 4.750 € und zum Pro-Tarif bei etwa 7.800 €. Premium-, Firmen- und Auslandskarten bleiben teurer, die Schwelle verschiebt sich dadurch nach oben.
Brauche ich für das Kartenlesegerät eine TSE?
Nein. Die Pflicht zur zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung nach § 146a AO trifft elektronische Aufzeichnungssysteme, also Kassen. Ein reines Kartenlesegerät zeichnet keine Geschäftsvorfälle auf. Sobald du aber ein Kassensystem einsetzt, gilt die TSE-Pflicht, dazu die Belegausgabepflicht und die Meldung ans Finanzamt binnen eines Monats. Das ist keine Steuerberatung.
Gibt es eine Trinkgeld-Funktion?
Viele Terminals und Kassen-Apps können vor dem Bezahlen nach Trinkgeld fragen. Ob dein Gerät das kann und wie das Trinkgeld verbucht wird, prüfst du vor dem Kauf beim Anbieter. Steuerlich ist Trinkgeld an Angestellte in der Regel steuerfrei, an den Inhaber nicht, deshalb gehört die Aufteilung in die Buchhaltung.
Wie schnell habe ich mein Geld?
Bei myPOS sofort auf dem myPOS-Konto, bei Zettle in wenigen Minuten auf dem PayPal-Geschäftskonto und bei SumUp bis 7 Uhr am Folgetag auf dem SumUp-Konto. Für den täglichen Wareneinkauf im Gastrobetrieb ist das ein echter Unterschied.
Fallen Gebühren an, wenn ich das Gerät nicht nutze?
Bei myPOS ja: nach 10 aufeinanderfolgenden Monaten ohne gültige Transaktion werden 20 € Inaktivitätsgebühr fällig. Für Saisonbetriebe wie Biergärten oder Strandkioske ist das der wichtigste Punkt. SumUp und Zettle nennen im 0-€-Tarif keine solche Gebühr.
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