SumUp vs. myPOS: Welches Kartenlesegerät ist besser?
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Zwei Kartenleser ohne Grundgebühr. myPOS nimmt mit 1,29 % je Zahlung weniger als SumUp mit 1,39 % und zahlt sofort aus statt am Folgetag. Dafür kostet bei myPOS jede Firmen-, Amex- und Auslandskarte 2,69 %, und nach zehn zahlungsfreien Monaten werden 20 € Inaktivitätsgebühr fällig. Zahlen am 30.07.2026 bei beiden Anbietern nachgelesen. Kriterien offengelegt.
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Das Wichtigste in 20 Sekunden
- Günstiger bei deutschen Kundenkarten: myPOS mit 1,29 % gegen 1,39 %.
- Günstiger bei Firmen- und Auslandskarten: SumUp, dort bleibt es bei 1,39 %, myPOS verlangt 2,69 %.
- Geld sofort: myPOS zahlt unmittelbar aufs myPOS-Konto aus, SumUp bis 7 Uhr am Folgetag.
- Günstigstes Gerät mit girocard: SumUp Solo für 79 € netto; myPOS Flex für 69 € kann die girocard laut Shop noch nicht, das Ultra GC für 179 € schon.
- Zu beachten bei myPOS: 20 € Inaktivitätsgebühr nach 10 Monaten ohne Zahlung, relevant für Saisonbetriebe.
SumUp und myPOS im direkten Vergleich
| Kriterium | SumUp | myPOS |
|---|---|---|
| Monatliche Grundgebühr | 0 € | 0 € (Tarif One) |
| Gebühr je Zahlung, EU-Verbraucherkarten | 1,39 % | 1,29 % |
| Firmen-, Amex- und Auslandskarten | 1,39 % | 2,69 % |
| Günstigerer Monatstarif | 19 €/Monat → 0,79 % Debit/Kredit | 19 €/Monat → 0,89 %, 39 €/Monat → 0,79 % |
| Günstigstes Gerät | Tap to Pay 0 €, Solo Lite 34 € | Glass 0 €, Flex 69 € |
| Günstigstes Gerät mit girocard | Solo, 79 € | Ultra GC, 179 € (Flex noch ohne girocard) |
| Gerät mit Bondruck | Solo mit Drucker 109 €, Terminal 169 € | kein Drucker im Gerät |
| Auszahlung | bis 7 Uhr am Folgetag | sofort aufs myPOS-Konto |
| Konto | bestehendes Konto, optional SumUp-Konto | myPOS-Konto nötig |
| Inaktivität | keine Gebühr genannt | 20 € nach 10 Monaten ohne Zahlung |
| Ideal für | Gemischte Kundschaft, Firmenkarten, Bondruck | Tägliches Kassieren, deutsche Privatkundschaft |
Preise und Konditionen ändern sich, maßgeblich ist stets die Anbieterseite. Geräte- und Gebührenangaben am 30.07.2026 auf den Anbieterseiten geprüft, Gerätepreise netto zzgl. MwSt. Stand 08/2026, ohne Gewähr.
1,29 % gegen 1,39 %: warum die kleinere Zahl nicht immer gewinnt
Der Vergleich sieht auf den ersten Blick entschieden aus, zehn Hundertstel Prozentpunkte weniger. Die Sätze gelten aber nicht für dieselben Karten. Bei myPOS gilt 1,29 % nur für EU-Verbraucherkarten einschließlich girocard; Firmenkarten, American Express und Karten von außerhalb der EU kosten 2,69 %. Bei SumUp gilt ein Satz für alles, auch für Firmen- und Amex-Karten. Was günstiger ist, hängt damit an einer Zahl, die kaum jemand kennt: dem Anteil der Firmen- und Auslandskarten am eigenen Umsatz.
| Anteil Firmen-, Amex- und Nicht-EU-Karten | myPOS (1,29 % / 2,69 %) | SumUp (1,39 % durchgehend) | günstiger |
|---|---|---|---|
| 0 % (nur Privatkunden aus der EU) | 64,50 € | 69,50 € | myPOS, 5,00 € weniger |
| 5 % | 68,00 € | 69,50 € | myPOS, 1,50 € weniger |
| 7,1 % | 69,50 € | 69,50 € | Kipppunkt |
| 10 % | 71,50 € | 69,50 € | SumUp, 2,00 € weniger |
| 20 % | 78,50 € | 69,50 € | SumUp, 9,00 € weniger |
Gerechnet auf 5.000 € Kartenumsatz im Monat. Der Kipppunkt liegt bei gut 7 Prozent Firmen-, Amex- und Auslandskarten: Darunter ist myPOS günstiger, darüber SumUp. Für ein Café oder einen Friseursalon mit Laufkundschaft aus der Nachbarschaft spricht das für myPOS. Für ein Hotel, eine Werkstatt mit Firmenkunden, einen Laden in der Touristenlage oder ein Restaurant mit Geschäftsessen kippt die Rechnung schnell auf die andere Seite. Schau in deine letzte Kartenabrechnung, dort steht der Anteil.
Die Monatstarife verschieben das noch einmal: SumUp senkt für 19 € im Monat auf 0,79 % (ab rund 3.170 € Kartenumsatz lohnend), myPOS auf 0,89 % für 19 € (ab rund 4.750 €) oder auf 0,79 % für 39 € (ab rund 7.800 €). Firmen- und Nicht-EU-Karten bleiben bei myPOS auch in den Bezahltarifen bei 2,49 %, die Trennung nach Kartenart bleibt also bestehen.
Die Gebühr, die nur Saisonbetriebe trifft
myPOS berechnet 20 € Inaktivitätsgebühr, wenn zehn aufeinanderfolgende Monate ohne gültige Transaktion vergehen. Für den Alltagsbetrieb ist das bedeutungslos. Für alle, die nur einen Teil des Jahres verkaufen, ist es der Punkt, an dem der günstigere Prozentsatz seinen Vorsprung verliert.
Ein Weihnachtsmarktstand mit Umsatz im November und Dezember hat von Januar bis Oktober genau diese zehn Monate zusammen. Dasselbe gilt für Eisdielen, Strandkioske, Vereinsfeste und Marktbeschicker mit Sommersaison. SumUp nennt keine Inaktivitätsgebühr, das Gerät kann also ein Jahr im Schrank liegen. Wer saisonal arbeitet, entscheidet an dieser Zeile und nicht an den zehn Hundertsteln.
Umgekehrt hat myPOS einen Vorteil, den SumUp nicht bietet: Die Auszahlung erfolgt sofort auf das mitgelieferte myPOS-Geschäftskonto, in allen Tarifen und ohne Aufpreis. Bei SumUp ist das Geld bis 7 Uhr am Folgetag da. Wer am Markttag Ware nachkaufen muss, für den ist das ein Tag Unterschied im Umlaufvermögen.
girocard hängt am Gerät, nicht am Anbieter
In Deutschland läuft der größte Teil der Kartenzahlungen über die girocard. Beide Anbieter nehmen sie an, aber nicht mit jedem Gerät, und genau daran scheitern Bestellungen:
- myPOS: girocard bei Ultra GC (179 € netto) und Glass; beim günstigen Flex weist der Shop sie noch nicht aus. Wer bei myPOS zum Einstiegsgerät greift, bekommt unter Umständen genau die Karte nicht, die am häufigsten über den Tresen geht.
- SumUp: girocard beim Solo (79 € netto), dem günstigsten Gerät mit girocard in unserer Übersicht, ebenso bei Solo mit Drucker (109 €) und Terminal (169 €).
Prüfe die Gerätezeile vor der Bestellung, nicht die Anbieterzeile. Alle Sätze, Gerätepreise und Prüfdaten stehen nebeneinander in unserer gepflegten Übersicht Kartenterminal-Gebühren.
Welches Gerät passt zu dir?
Nimm myPOS, wenn …
… du täglich kassierst und dein Geld sofort brauchst. Die Gutschrift landet unmittelbar auf dem myPOS-Konto, ein echter Liquiditätsvorteil im Tagesgeschäft. Dazu die 1,29 % statt 1,39 %, solange überwiegend deutsche Privatkundschaft mit girocard oder EU-Karte zahlt. Nimm dann das Ultra GC für 179 € netto, denn das günstigere Flex beherrscht die girocard laut Shop noch nicht. Und rechne die 20 € Inaktivitätsgebühr ein, wenn dein Betrieb Pausen hat.
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Nimm SumUp, wenn …
… bei dir auch Firmen-, Amex- oder Auslandskarten über den Tresen gehen: die bleiben bei SumUp bei 1,39 %, während myPOS dafür 2,69 % nimmt, also mehr als das Doppelte. Ebenso, wenn du einen Bon direkt am Tisch brauchst (Solo mit Drucker, 109 € netto) oder erst einmal ohne Gerät starten willst (Tap to Pay, 0 €). Ab rund 3.170 € Kartenumsatz im Monat lohnt der 19-€-Tarif mit 0,79 %.
Häufige Fragen
Ist SumUp oder myPOS günstiger?
Das hängt an deiner Kundschaft. Bei deutschen Privatkarten ist myPOS mit 1,29 % günstiger als SumUp mit 1,39 %. Sobald Firmen-, Amex- oder Auslandskarten dazukommen, dreht es sich: myPOS verlangt dafür 2,69 %, SumUp bleibt bei 1,39 %. Grundgebühr hat keiner von beiden.
Wann lohnt sich myPOS statt SumUp?
Wenn du täglich kassierst und dein Geld sofort brauchst, denn myPOS zahlt unmittelbar aufs myPOS-Konto aus, SumUp bis 7 Uhr am Folgetag. Und wenn fast nur deutsche Privatkundschaft zahlt, dann sparst du 0,1 Prozentpunkte je Zahlung.
Welches Gerät nimmt die girocard?
Bei SumUp laut Geräteseite alle Terminals, das günstigste eigenständige ist das Solo für 79 € netto. Bei myPOS können Ultra GC (179 € netto) und Glass die girocard, beim neuen Flex für 69 € steht im Shop noch Girocard-Akzeptanz folgt bald.
Was kostet der Kartenleser?
SumUp: Tap to Pay per Smartphone 0 €, Solo Lite 34 €, Solo 79 €, Solo mit Drucker 109 €, Terminal mit eingebautem Drucker 169 €. myPOS: Glass per Smartphone 0 €, Flex 69 €, Ultra GC 179 €. Alle Preise netto zzgl. MwSt., Stand 30.07.2026.
Braucht myPOS ein eigenes Konto?
Ja, die Sofort-Auszahlung läuft über ein myPOS-Konto. Bei SumUp genügt dein bestehendes Konto, ein kostenloses SumUp-Konto ist optional.
Welche Kosten kommen bei myPOS noch dazu?
Eine Position solltest du kennen: nach 10 aufeinanderfolgenden Monaten ohne gültige Transaktion berechnet myPOS 20 € Inaktivitätsgebühr. Für Saisonbetriebe ist das der wichtigste Punkt. SumUp nennt im 0-€-Tarif keine solche Gebühr.
Lohnt sich ein Monatstarif?
Bei SumUp ab etwa 3.170 € Kartenumsatz im Monat: 19 € Grundgebühr gegen 0,6 Prozentpunkte weniger. Bei myPOS liegt die Schwelle zum Plus-Tarif bei etwa 4.750 € und zum Pro-Tarif bei etwa 7.800 €.
Ist myPOS mit 1,29 % wirklich günstiger als SumUp?
Nur solange fast ausschließlich EU-Verbraucherkarten über das Gerät gehen. Firmenkarten, American Express und Karten von außerhalb der EU kosten bei myPOS 2,69 Prozent, bei SumUp bleibt es bei 1,39 Prozent für alles. Gerechnet auf 5.000 Euro Kartenumsatz im Monat liegt der Kipppunkt bei gut 7 Prozent Anteil solcher Karten: darunter ist myPOS günstiger, darüber SumUp. Bei 20 Prozent Anteil zahlst du mit myPOS 9 Euro im Monat mehr. Stand 30.07.2026.
Was ist die Inaktivitätsgebühr bei myPOS?
myPOS berechnet 20 Euro, wenn zehn aufeinanderfolgende Monate ohne gültige Transaktion vergehen. Für Betriebe mit ganzjährigem Umsatz spielt das keine Rolle. Für Saisongeschäfte ist es entscheidend: Ein Stand, der nur im November und Dezember verkauft, hat von Januar bis Oktober genau diese zehn Monate beisammen. SumUp nennt keine Inaktivitätsgebühr.
Nehmen SumUp und myPOS die girocard an?
Beide ja, aber nicht mit jedem Gerät. Bei myPOS weist der Shop die girocard für Ultra GC (179 Euro netto) und Glass aus, beim günstigeren Flex noch nicht. Bei SumUp ist das Solo für 79 Euro netto das günstigste Gerät mit girocard, ebenso Solo mit Drucker und Terminal. Weil in Deutschland der größte Teil der Kartenzahlungen über die girocard läuft, entscheidet diese Zeile über die Gerätewahl.
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