Kreditkarte mit Meilen
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Meilenkarten sind Belohnungskarten, keine Sparkarten: Zwei der drei kosten Geld, die dritte kostet Zinsen. Ob sich das trägt, ist eine Rechenaufgabe, und die geht bei Privatkarten später auf, als die Werbung vermuten lässt. Hier stehen die echten Preise der drei Miles-&-More-Privatkarten, ab wann sich Meilen rechnen und wo die kostenlose Karte ihren Haken hat.
Redaktioneller Überblick, keine Finanzberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in vier Sätzen
- Privatkarten sammeln halb so schnell wie die Business-Varianten: eine Meile je zwei Euro.
- Die Rechnung geht spät auf: Erst ab rund 27.600 € (Gold) bzw. 13.200 € (Blue) Jahresumsatz decken die Meilen den Kartenpreis.
- Die „kostenlose" MyFlex ist eine Teilzahlungskarte. Kein Kartenpreis, dafür Zinsen auf den nicht ausgeglichenen Saldo.
- Für reine Alltagsausgaben ist eine gebührenfreie Karte ohne Meilen fast immer günstiger.
Die drei Privatkarten
| Merkmal | Gold Anzeige | Blue Anzeige | MyFlex Anzeige |
|---|---|---|---|
| Preis im Monat | 11,50 € | 5,50 € | 0 €, aber Teilzahlung |
| Meilen je Umsatz | 1 je 2 € | 1 je 2 € | 1 je 2 € |
| Willkommensbonus | 4.000 Meilen (bis 31.12.2026) | 500 Meilen (bis 31.12.2026) | 500 Meilen (bis 31.07.2026) |
| Reiseversicherungspaket | enthalten | nicht enthalten | nicht enthalten |
| Rückzahlung | voll | voll | Teilzahlung ab Werk, verzinst |
| Meilenschutz | ja | ja | ja |
Angaben des Anbieters, abgerufen am 22.07.2026, Herausgeber ist die Deutsche Bank AG. Der Willkommensbonus der MyFlex läuft Ende Juli 2026 aus und taugt deshalb nicht als Kaufgrund. Alle drei Karten sammeln gleich langsam; der Unterschied liegt beim Preis und beim Versicherungspaket der Gold.
Ab wann sich die Meilen rechnen
Die Privatkarten geben eine Meile je zwei Euro, also halb so viel wie die Business-Varianten. Mit vorsichtig gerechnetem einem Cent je Meile ergibt das:
| Karte | Preis im Jahr | Nötiger Kartenumsatz, damit die Meilen den Preis decken |
|---|---|---|
| Gold Credit Card | 138 € | rund 27.600 € im Jahr |
| Blue Credit Card | 66 € | rund 13.200 € im Jahr |
27.600 € im Jahr sind 2.300 € im Monat, die über die Karte laufen müssen, nicht nur ausgegeben werden. Das erreichen viele nicht. Der Meilenwert ist außerdem keine feste Größe: Für Prämienflüge holt man oft mehr als einen Cent heraus, für Sachprämien weniger. Rechne mit deinem eigenen Umsatz und deiner eigenen Einlösepraxis, und zähle den Willkommensbonus nur einmal. Wer die Karte vor allem für den Alltag nutzt, fährt mit einer gebührenfreien Karte ohne Meilen meist besser.
Eigene Rechnung, Beträge des Anbieters vom 22.07.2026, ohne Zusatzpakete.
Die kostenlose MyFlex und ihr Haken
Die MyFlex kostet keinen monatlichen Kartenpreis, ist aber eine Teilzahlungskarte. Das heißt: Ohne Eingriff wird nicht der volle Saldo abgebucht, sondern nur eine Mindestrate von zehn Prozent oder fünfzig Euro, und auf den offenen Rest fallen Zinsen an. Der Anbieter nennt das „flexible Rückzahlung", technisch ist es ein Revolving-Kredit.
Das ist derselbe Mechanismus, den wir bei den gebührenfreien Karten auf der Seite zur kostenlosen Kreditkarte ausführlich erklären: Gratis ist so eine Karte nur für den, der jeden Monat den vollen Betrag ausgleicht, bei der MyFlex per Überweisung. Wer die Voreinstellung stehen lässt, zahlt die vermeintlich kostenlose Karte über die Zinsen, und zwar deutlich teurer als die 5,50 € der Blue. Den genauen Zinssatz nennt der Anbieter in seinem Preis- und Leistungsverzeichnis; wichtig ist zu wissen, dass Zinsen anfallen, sobald man nicht voll tilgt.
Für wen welche Karte passt Anzeige
- Gold für Vielreisende, die das Versicherungspaket wirklich nutzen und genug über die Karte umsetzen. Sonst zahlt man 138 € im Jahr für Meilen, die den Preis nicht decken.
- Blue als günstigerer Einstieg ins Meilensammeln, wenn man die Marke und das Programm ohnehin will.
- MyFlex nur, wenn man die Teilzahlung kennt und den Saldo diszipliniert per Überweisung ausgleicht. Dann ist sie eine kostenlose Meilenkarte, sonst eine teure.
- Niemand, der nur eine günstige Alltagskarte sucht: Dafür gibt es gebührenfreie Karten ohne Bonusprogramm.
Bist du selbstständig?
Dann sind die Business-Varianten die bessere Wahl: Sie sammeln doppelt so schnell und trennen private von geschäftlichen Ausgaben. Diese Seite hier ist für die private Nutzung.
Passend dazu
- Kostenlose Kreditkarte – gebührenfreie Karten ohne Meilen, und die Teilzahlungsfalle im Detail.
- Girokonto bei einer Genossenschaftsbank – das Konto zur Karte, mit echten Preisen.
- Haushaltsbuch-App – behalte den Überblick, gerade bei einer Teilzahlungskarte.
- Kreditkarte mit Kreditrahmen – wenn du statt Meilen eine flexible Kreditlinie brauchst.
Häufige Fragen
Was kosten die Miles-&-More-Kreditkarten für Privatkunden?
Die Gold Credit Card kostet 11,50 Euro im Monat, die Blue Credit Card 5,50 Euro. Die MyFlex Credit Card kostet keinen monatlichen Kartenpreis, ist dafür aber eine Teilzahlungskarte, bei der die Kosten über die Zinsen entstehen. Alle drei sammeln eine Meile je zwei Euro Umsatz. Herausgeber ist die Deutsche Bank AG. Stand Juli 2026, Konditionen vor Abschluss beim Anbieter prüfen.
Ab welchem Umsatz lohnt sich eine Meilenkarte für Privatkunden?
Später als viele denken. Die Privatkarten sammeln nur eine Meile je zwei Euro, also halb so schnell wie die Business-Varianten. Rechnet man vorsichtig mit einem Cent je Meile, deckt erst ein Kartenumsatz von rund 27.600 Euro im Jahr den Preis der Gold, bei der Blue sind es rund 13.200 Euro. Wer die Meilen für Prämienflüge einsetzt, kommt oft auf mehr, wer sie in Sachprämien tauscht, meist auf weniger. Für reine Alltagsausgaben ist eine gebührenfreie Karte ohne Meilen fast immer günstiger.
Ist die kostenlose MyFlex wirklich gratis?
Nein, sie hat nur keinen monatlichen Kartenpreis. Die MyFlex ist eine Teilzahlungskarte: Ohne Eingriff wird nicht der volle Betrag abgebucht, sondern nur eine Mindestrate von zehn Prozent oder fünfzig Euro, und auf den Rest fallen Zinsen an. Wer die Karte nutzt, ohne per Überweisung den vollen Saldo auszugleichen, zahlt also über die Zinsen. Das ist derselbe Mechanismus wie bei anderen Revolving-Karten. Gratis ist die MyFlex nur für den, der jeden Monat alles begleicht.
Verfallen gesammelte Meilen?
Bei diesen Karten laut Anbieter nicht, solange die Karte aktiv ist: Der sogenannte Meilenschutz hält die gesammelten Meilen gültig. Ohne eine solche Karte oder ohne Statusmeilen verfallen Miles-&-More-Meilen dagegen nach den allgemeinen Programmregeln. Wer viele Meilen hortet und die Karte kündigt, sollte deshalb vorher wissen, was mit dem Guthaben passiert.
Privatkarte oder Business-Karte?
Das hängt davon ab, worüber du zahlst. Die Business-Karten sammeln doppelt so schnell (eine Meile je Euro) und trennen private von geschäftlichen Ausgaben, sind also für Selbstständige die bessere Wahl. Die Privatkarten passen für private Ausgaben und Reisen. Wer selbstständig ist, findet die Firmenvarianten in unserem Ratgeber zur Firmenkreditkarte.
Stand 07/2026. Alle Preise und Leistungsangaben stammen vom Anbieter, abgerufen am 22.07.2026, und können sich ändern; maßgeblich sind die Produktbeschreibung, das Preis- und Leistungsverzeichnis und die Aktionsbedingungen der Deutsche Bank AG. Die Rechnung zum Meilenwert ist eine eigene Überschlagsrechnung mit offengelegter Annahme. Die MyFlex verfügt über eine Teilzahlungsfunktion; den Sollzins nennen wir hier nicht, weil dafür ein repräsentatives Beispiel nach § 6a PAngV erforderlich wäre, das der Anbieter an dieser Stelle nicht ausweist. Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Finanzberatung. Mit „Anzeige“ markierte Links sind Werbelinks: Bei einem Abschluss über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.
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