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Junior-Depot für Kinder: drei Grenzen, die selten zusammen genannt werden

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Ein Depot auf den Namen des Kindes ist steuerlich attraktiv: Bis zu 13.384 € Kapitalerträge im Jahr bleiben steuerfrei, weil das Kind eigene Freibeträge hat. Nur endet die Rechnung dort nicht. Ab 565 € im Monat fällt die beitragsfreie Familienversicherung weg, ab 15.000 € Depotwert kürzt das BAföG, und das Geld gehört ab der ersten Einzahlung unwiderruflich dem Kind. Diese drei Grenzen stammen aus drei verschiedenen Gesetzen und widersprechen einander. Hier stehen sie mit Paragraf nebeneinander, dazu die echten Kosten beim Junior Depot der 1822direkt.

Redaktioneller Überblick, keine Anlage- oder Steuerberatung · Stand 08/2026

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Häufige Fragen

Wem gehört das Geld im Junior-Depot?

Dem Kind, und zwar ab der Einzahlung. Wer auf ein Depot einzahlt, das auf den Namen des Kindes läuft, verschenkt das Geld rechtlich an das Kind. Eltern verwalten es nur als gesetzliche Vertreter nach Paragraf 1629 BGB. Sie dürfen es ausschließlich im Interesse des Kindes verwenden, nicht für eigene Zwecke und auch nicht für den laufenden Unterhalt, den sie ohnehin schulden. Für bestimmte Geschäfte braucht es sogar die Genehmigung des Familiengerichts nach Paragraf 1643 BGB. Mit 18 bekommt das Kind die volle Verfügung und kann tun, was es möchte. Wer sich das Geld zurückholen können will, legt es auf den eigenen Namen an.

Wie viel bleibt im Junior-Depot steuerfrei?

Bis zu 13.384 Euro Kapitalerträge im Jahr, wenn das Kind sonst kein Einkommen hat. Die Summe setzt sich aus drei Beträgen zusammen: Grundfreibetrag 12.348 Euro ab dem Veranlagungszeitraum 2026 nach Paragraf 32a EStG, Sparer-Pauschbetrag 1.000 Euro nach Paragraf 20 Absatz 9 EStG und Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 Euro nach Paragraf 10c EStG. Damit die Bank nichts einbehält, braucht sie einen Freistellungsauftrag für die ersten 1.000 Euro und für den Betrag darüber eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung, die man beim Wohnsitzfinanzamt des Kindes beantragt. Ein eigenes Depot fürs Kind ist steuerlich deshalb fast immer günstiger als eines auf den Namen der Eltern.

Kann ein Junior-Depot die Familienversicherung kosten?

Ja, und diese Grenze ist deutlich schärfer als die steuerliche. Ein Kind bleibt nach Paragraf 10 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 SGB V nur beitragsfrei familienversichert, solange sein Gesamteinkommen ein Siebtel der monatlichen Bezugsgröße nicht übersteigt. Die Bezugsgröße für 2026 beträgt nach Paragraf 1 der Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung 3.955 Euro im Monat, ein Siebtel davon sind 565 Euro im Monat oder 6.780 Euro im Jahr. Wer also die steuerfreien 13.384 Euro ausreizt, verliert unterwegs die kostenlose Mitversicherung, und eine eigene Krankenversicherung kostet schnell mehr als die Steuerersparnis bringt. Wie die Kasse Kapitalerträge im Einzelnen ansetzt, solltest du vorher dort erfragen.

Schadet ein Junior-Depot beim BAföG?

Ab einem gewissen Depotwert ja. Nach Paragraf 29 Absatz 1 BAföG bleiben bei Auszubildenden unter 30 Jahren 15.000 Euro Vermögen anrechnungsfrei. Was darüber liegt, wird auf den Bedarf angerechnet und kürzt die Förderung. Maßgeblich ist das Vermögen des Kindes zum Zeitpunkt der Antragstellung, und das Depot gehört rechtlich dem Kind. Wer ein größeres Vermögen aufbaut und später mit BAföG rechnet, sollte das früh einplanen. Kurz vor dem Antrag umzuschichten ist keine Lösung, denn Vermögensübertragungen in zeitlicher Nähe zum Antrag sieht sich das Amt genau an.

Was kostet ein Sparplan im 1822direkt Junior Depot wirklich?

Die Depotführung ist kostenlos, die Sparplan-Ausführung nicht automatisch. Nach der Preisliste kostet sie 1,50 Prozent vom Sparbetrag, mindestens aber 1,50 Euro. Diese Mindestgebühr ist der entscheidende Punkt bei kleinen Raten: Bei 25 Euro im Monat zahlst du 1,50 Euro, das sind 6 Prozent deiner Sparrate. Der Prozentsatz von 1,50 Prozent greift überhaupt erst ab 100 Euro Rate. Ausgenommen sind die Aktions-ETFs, deren Ausführung ohne Gebühr läuft. Wer klein anfängt, sollte deshalb gezielt einen dieser Aktions-ETFs wählen und die Liste gelegentlich prüfen, weil Aktionen wechseln können.

Stand 08/2026. Die Rechtsangaben wurden am 02.08.2026 an den Gesetzestexten geprüft (§ 20 Abs. 9, § 32a, § 10c, § 44a EStG; § 10 Abs. 1 SGB V; § 1 SVBezGrV 2026; § 29 BAföG; §§ 1629, 1643 BGB), die Konditionen stammen von 1822direkt.de, abgerufen am selben Tag. Die Summe von 13.384 € und der Monatswert von 565 € sind eigene Rechnungen aus den genannten Vorschriften. Wichtiger Risikohinweis: Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen bis zum möglichen Verlust des eingesetzten Kapitals; frühere Wertentwicklungen sagen nichts über künftige aus. Wertpapiere sind nicht einlagengesichert, die Sicherung gilt nur für Guthaben auf dem Verrechnungskonto. Freibeträge, Bezugsgröße und BAföG-Sätze ändern sich, Konditionen ebenso; prüfe sie vor Abschluss beim Anbieter. Dieser Überblick ist eine redaktionelle Orientierung und ersetzt keine Steuer-, Rechts- oder Anlageberatung.

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