SMARTBROKER+ im Check: viel Broker fürs Geld, wenn du die Regeln kennst
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
SMARTBROKER+ ist das Wertpapierdepot der Smartbroker AG aus Berlin, verwahrt bei der Baader Bank. Es bringt ein kostenloses Depot, eine sehr große Auswahl (Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Derivate, Krypto), Sparpläne ab 0 € und aktuell 2 % variablen Zins aufs Verrechnungskonto. Was die Werbung klein schreibt: Der „0 € pro Trade"-Preis gilt nur über den Handelsplatz gettex und erst ab 500 € Ordervolumen, andere Plätze und Auslandsorders kosten. Und wie bei jedem Depot gilt: Hier wird investiert, nicht gespart. Was der Broker gut kann, wo die Kosten wirklich liegen und für wen er passt, steht hier.
Redaktioneller Überblick, keine Anlageberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in fünf Sätzen
- Kostenloses Depot und 0-€-Sparpläne auf Aktien, ETFs, Fonds und Krypto-ETPs, dazu eine sehr breite Auswahl über 30 Handelsplätze.
- 2 % variabler Zins aufs Verrechnungskonto bis 100.000 €, ein guter Parkzins fürs wartende Geld.
- Aber: „0 € pro Trade" gilt nur über gettex ab 500 €. Xetra, Tradegate und Auslandsorders kosten ab 4 € plus Entgelte.
- Bei gettex zahlst du indirekt über die Geld-Brief-Spanne statt über eine sichtbare Gebühr, und der Zins ist variabel, kann also sinken.
- Investieren heißt Kursrisiko: Wertpapiere sind kein einlagengesichertes Sparen. Für die sichere Reserve bleibt Tagesgeld die passende Wahl.
Was SMARTBROKER+ ist
Hinter SMARTBROKER+ steht die Smartbroker AG aus Berlin, die Wertpapiere über die Baader Bank abwickelt und verwahrt und von der BaFin beaufsichtigt wird. Der Broker will das Beste aus zwei Welten verbinden: die große Produktauswahl einer klassischen Depotbank und den niedrigen Preis eines Neobrokers. Nach Anbieterangaben stehen über 40.000 Aktien, rund 18.000 Fonds, mehr als 2.500 ETFs, Anleihen, über 4,6 Millionen Derivate und 41 Kryptowerte an 30 Handelsplätzen zur Verfügung, dazu mehr als 10.800 Sparpläne. Wer also nicht nur ein paar bekannte ETFs bespart, sondern auch an ausländischen Börsen oder mit Anleihen und Derivaten handeln will, findet hier deutlich mehr als bei den schlanken Neobroker-Apps.
Was es wirklich kostet
„Handeln ab 0 €" steht groß auf der Startseite. Das stimmt, hat aber Bedingungen. Kostenlos ist der Handel nur über den Handelsplatz gettex und erst ab 500 € Ordervolumen. Wer kleinere Beträge handelt oder andere Börsen nutzt, zahlt. Diese Übersicht zeigt die reguläre Preisliste:
| Was | Kosten | Worauf achten |
|---|---|---|
| Depotführung | 0 € | inklusive Nebendepots |
| Order über gettex | 0 € ab 500 €, sonst 1 € | zzgl. Geld-Brief-Spanne und Zuwendungen |
| Tradegate, L&S, Baader Trading | 4 € | je Order |
| Xetra | 4 € + 0,01 % | plus börsenplatzabhängige Entgelte |
| Auslandsbörsen | 4 € + Entgelte | plus Währungsaufschlag, ggf. Steuern |
| Sparpläne | 0 € | Aktien, ETCs, ETFs, Fonds, Krypto-ETPs |
Der ehrliche Kern: Für Sparplan-Anleger und für größere Einzelorders über gettex ist SMARTBROKER+ tatsächlich sehr günstig. Wer viele kleine Orders macht, gezielt über Xetra handelt oder viel im Ausland kauft, sollte die 4 € plus Entgelte einrechnen. Und auch bei den 0-€-Trades über gettex ist der Handel nicht umsonst, sondern der Handelsplatz verdient an der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs.
Der 2-%-Zins aufs Verrechnungskonto
Ein echtes Plus: Auf nicht investiertes Guthaben zahlt SMARTBROKER+ nach Anbieterangabe 2,0 % p. a. bis 100.000 € und 1,75 % p. a. für den Teil darüber bis eine Million Euro. Für Geld, das gerade auf die nächste Anlage wartet, ist das ein guter Parkzins, und weil das Verrechnungskonto bei der Baader Bank liegt, greift dafür die gesetzliche Einlagensicherung.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Der Zins ist variabel, er kann also jederzeit sinken, anders als bei einem Festgeld mit fester Laufzeit. Und er ist als Cash-Reserve fürs Depot gedacht, nicht als eigenständiges Sparprodukt. Wer einen dauerhaft planbaren Zins sucht, vergleicht besser klassisches Tagesgeld und Festgeld.
Sicherheit ehrlich eingeordnet: sparen oder investieren
Ein Depot ist kein Sparkonto, und dieser Unterschied entscheidet, ob SMARTBROKER+ das richtige Werkzeug für dich ist. Deshalb hier klar getrennt, was geschützt ist und was nicht:
| Verrechnungskonto (Cash) | Wertpapiere im Depot | |
|---|---|---|
| Was ist es | Bankguthaben bei der Baader Bank | Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen, Krypto |
| Schutz | gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € | Sondervermögen, gehört rechtlich dir |
| Bei Insolvenz des Brokers/der Bank | bis 100.000 € geschützt | fällt nicht in die Insolvenzmasse |
| Bei Kursverlust | entfällt (keine Kursrisiken) | nein, das trägst du selbst |
Kommt es bei der Abwicklung zu einem Ausfall und lassen sich Finanzinstrumente oder Gelder nicht herausgeben, greift zusätzlich die gesetzliche Anlegerentschädigung bis 90 %, maximal 20.000 €. Das Entscheidende bleibt aber: Gegen Kursverluste schützt keine dieser Sicherungen. Wer sein Geld sicher und jederzeit verfügbar braucht, ist mit einem einlagengesicherten Konto besser bedient als mit einem Depot.
Erst der Notgroschen, dann das Depot
Die verbreitete Faustregel: zuerst eine sichere, jederzeit verfügbare Reserve aus mehreren Monatsausgaben auf einem einlagengesicherten Konto, und erst das Geld darüber hinaus, das lange liegen bleiben darf, in ein Depot. Wer diese Reihenfolge umdreht, geht ein Risiko ein, das nicht zum Zweck passt. Für die sichere Seite: Tagesgeld und Festgeld im Vergleich.
Kurz zu Krypto
SMARTBROKER+ bietet auch 41 Kryptowerte und Krypto-ETPs, sogar als Sparplan. Wir führen das der Vollständigkeit halber auf, bewerten und empfehlen es aber nicht. Krypto ist hochspekulativ, heftige Kursstürze bis zum Totalverlust sind möglich, und anders als bei einem breit gestreuten ETF steckt dahinter kein produktives Unternehmen mit Gewinnen. Wenn überhaupt, gehört dort nur Geld hinein, dessen vollständigen Verlust du verschmerzen könntest.
Für wen es sich lohnt, für wen nicht
Spricht dafür:
- Du besparst regelmäßig ETFs, Aktien oder Fonds und willst dafür 0 € zahlen.
- Du handelst größere Orders über gettex oder willst die breite Auswahl aus Anleihen, Auslandswerten und Derivaten.
- Du willst freie Liquidität verzinst parken und akzeptierst, dass der Satz variabel ist.
Spricht dagegen:
- Du machst viele kleine Orders oder handelst gezielt über Xetra und im Ausland. Dann fallen die 4 € plus Entgelte ins Gewicht.
- Du brauchst das Geld sicher und jederzeit. Dann gehört es aufs Tagesgeld, nicht ins Depot.
- Du willst kein Kursrisiko tragen. Investieren ist dann das falsche Werkzeug.
Wenn du bei SMARTBROKER+ startest
Prüfe vorab, über welchen Handelsplatz du meist handeln wirst, denn davon hängen deine Kosten ab, und richte Sparpläne bewusst so ein, dass sie im 0-€-Bereich laufen. Halte deine sichere Reserve getrennt vom Depot und lies vor der ersten Order die Risikohinweise des Anbieters. Die Konditionen können sich ändern, prüfe sie vor Abschluss direkt bei SMARTBROKER+.
Vier Depots, vier Bedeutungen von „kostenlos" Anzeige
Auf unseren Seiten stehen inzwischen vier Depots, und alle vier werben mit „kostenlos". Gemeint ist jedes Mal etwas anderes, und der Unterschied entscheidet, wer am Ende zahlt.
| Depot | „kostenlos" heißt hier | Wer trotzdem zahlt |
|---|---|---|
| SMARTBROKER+ | Depot 0 €, Sparpläne 0 € | Wer außerhalb von gettex oder unter 500 € ordert |
| 1822direkt | Depot 0 €, über 170 Aktions-ETFs im Sparplan ohne Gebühr | Wer einen ETF außerhalb der Aktionsliste spart: mindestens 1,50 € je Ausführung |
| Postbank Depot | Depot 0 € ohne Bedingung, über 550 ETF-Sparpläne ohne Gebühr | Wer einzeln ordert: 9,95 € bis 69,95 € je Inlandsorder, gestaffelt nach Kurswert |
| Commerzbank DirektDepot | Depot 0 €, aber nur bei einer Order oder einem Sparplan pro Quartal | Wer nichts tut: 0,175 % im Jahr auf das Depotvolumen, mindestens 4,95 € pro Quartal |
Die Commerzbank-Bedingung verdient einen zweiten Blick, weil sie ausgerechnet die vernünftigste Anlegergruppe trifft. Wer einmal einen breiten ETF kauft und ihn dann jahrelang liegen lässt, macht alles richtig und erfüllt trotzdem die Aktivitätsbedingung nicht. Ihn kostet das Depot dann mindestens 19,80 € im Jahr. Der Ausweg ist simpel und steht in derselben Bedingung: Ein laufender Sparplan zählt als Aktivität, und Sparraten gibt es ab 25 €. Wer also ohnehin monatlich spart, zahlt nichts.
Dafür bekommt man bei der Commerzbank etwas, das die beiden anderen nicht haben: eine Filialbank dahinter, über 50.000 handelbare Werte und die Möglichkeit, vermögenswirksame Leistungen in Wertpapiere anzulegen. Wer ein Depot bei derselben Bank führen will wie sein Girokonto, findet es hier. Mehr zur Bank steht im Geschäftskonto-Vergleich, wo sie neben Deutscher Bank und Postbank antritt.
Commerzbank DirektDepot · Anzeige 1822direkt Depot · Anzeige
Das Postbank Depot: bedingungslos 0 €, aber Filialbank-Preise je Order Anzeige
Der Vorzug ist der klarste in dieser Tabelle: Die Depotführung kostet 0 € je Quartal, ohne Aktivitätsbedingung. Kein Mindestumsatz, kein Sparplan als Pflicht, anders als beim Commerzbank DirektDepot darüber. Dazu kommen über 550 sparplanfähige ETFs ohne Ausführungsgebühr und ein Referenzkonto, das bei irgendeiner Bank liegen darf, nicht zwingend bei der Postbank.
Bezahlt wird beim Einzelkauf. Die Ordergebühr ist nach Kurswert gestaffelt und beginnt bei 9,95 € für Inlandsorders bis 1.200 € Kurswert. Über 25.000 € sind es 69,95 €, im Ausland 32,95 € bis 79,95 €. Fremde Kosten wie Börsenentgelte und Courtagen kommen laut Preisverzeichnis obendrauf. Zum Vergleich: Bei SMARTBROKER+ ist die Order über gettex ab 500 € Volumen kostenlos.
Daraus folgt eine klare Aufteilung. Wer monatlich einen ETF bespart und sonst nichts tut, zahlt bei der Postbank tatsächlich nichts, dauerhaft und ohne Bedingung. Wer regelmäßig einzelne Positionen kauft, zahlt spürbar: Zehn Orders zu je 5.000 € Kurswert kosten hier laut Staffel ein Vielfaches dessen, was ein Neobroker verlangt. Beides ist legitim, es sind einfach zwei verschiedene Anlegertypen.
Angaben der Postbank, abgerufen am 05.08.2026. Die Depotführung trägt den Stand 16.06.2025, das Transaktionspreisverzeichnis den 01.01.2025.
Passend dazu
- Geldanlage mit Mintos, eine andere Investment-Idee (P2P-Kredite, ETFs, Anleihen), ebenfalls mit Verlustrisiko und ehrlich eingeordnet.
- 1822direkt im Porträt, das dritte Depot im Vergleich oben, mit Aktions-ETFs ohne Ausführungsgebühr.
- Tagesgeld und Festgeld, die sichere, einlagengesicherte Seite: das Gegenstück zum Depot.
- Haushaltsbuch-App mit Bankanbindung, erst den Überblick, dann entscheiden, was übrig bleibt zum Anlegen.
- Alle Angebote für Privatkunden, Konten, Karten, Zinsen und Versicherungen im Überblick.
Häufige Fragen
Ist SMARTBROKER+ wirklich kostenlos?
Das Depot kostet nichts und Sparpläne auf Aktien, ETFs, Fonds und Krypto-ETPs laufen für 0 Euro. Der beworbene 0-Euro-Trade gilt aber nur über den Handelsplatz gettex und erst ab 500 Euro Ordervolumen, darunter ist 1 Euro fällig. An anderen Plätzen wie Xetra, Tradegate oder im Ausland zahlst du ab 4 Euro plus Entgelte. Und bei gettex verdient der Handelsplatz über die Geld-Brief-Spanne, statt über eine sichtbare Gebühr. Kostenlos ist SMARTBROKER+ also für Sparplan-Anleger und für größere Orders über gettex, nicht pauschal.
Ist mein Geld bei SMARTBROKER+ sicher?
Man muss zwei Dinge trennen. Das Verrechnungskonto führt die Baader Bank, für dieses Bankguthaben gilt die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde. Deine Wertpapiere sind Sondervermögen, sie gehören rechtlich dir und fallen nicht in eine Insolvenz des Brokers oder der Bank. Falls Finanzinstrumente oder Gelder bei einem Abwicklungsausfall nicht herausgegeben werden können, greift die gesetzliche Anlegerentschädigung bis 90 Prozent und maximal 20.000 Euro. Gegen Kursverluste schützt nichts davon, das Marktrisiko trägst du selbst.
Wie hoch ist der Zins aufs Verrechnungskonto?
Nach Anbieterangabe 2,0 Prozent pro Jahr variabel bis 100.000 Euro und 1,75 Prozent für den Teil darüber bis eine Million Euro, Stand Juli 2026. Als Parkzins für Geld, das auf die nächste Anlage wartet, ist das attraktiv. Weil der Satz variabel ist, kann er jederzeit sinken, ein dauerhafter Ersatz für Tagesgeld oder Festgeld mit fester Laufzeit ist er deshalb nicht.
Kann ich bei SMARTBROKER+ auch Krypto handeln?
Ja, der Broker bietet 41 Kryptowerte sowie Krypto-ETPs, auch als Sparplan. Krypto ist allerdings hochspekulativ, starke Kursstürze bis zum Totalverlust sind möglich. Wir führen es hier nur als Teil des Angebots auf und bewerten oder empfehlen es ausdrücklich nicht. Wenn überhaupt, gehört in Krypto nur Geld, dessen vollständigen Verlust du verkraften könntest.
Stand 07/2026. Die Angaben stammen von SMARTBROKER+ (smartbrokerplus.de), abgerufen am 27.07.2026, insbesondere von Startseite, Konditionen und Impressum. Wichtiger Risikohinweis: Der Handel mit Wertpapieren, Derivaten und Kryptowerten ist mit Risiken verbunden, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Wertpapiere sind nicht einlagengesichert; die gesetzliche Einlagensicherung (bis 100.000 €) gilt nur für Guthaben auf dem Verrechnungskonto bei der Baader Bank. Ordergebühren, Zinssätze und Konditionen sind variabel und können sich ändern, prüfe sie vor Abschluss direkt beim Anbieter. Dieser Überblick ist eine redaktionelle Orientierung und keine Anlageberatung.
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