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Krankenhauszusatzversicherung

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Was du mit einer Krankenhauszusatzversicherung kaufst, ist Komfort und Arztwahl, nicht bessere Medizin. Das Gesetz stellt sogar ausdrücklich sicher, dass die notwendige Versorgung für alle gleich bleibt. Hier steht, was Wahlleistungen wirklich sind, warum die Wahl des Beitragsmodells wichtiger ist als der Einstiegspreis und wann sich der Schutz lohnt.

Redaktioneller Überblick, keine Versicherungsberatung · Stand 07/2026

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Häufige Fragen

Bekomme ich als Kassenpatient eine schlechtere Behandlung?

Nein, jedenfalls nicht bei der medizinisch notwendigen Versorgung. § 17 Absatz 1 des Krankenhausentgeltgesetzes erlaubt Wahlleistungen ausdrücklich nur dann gesondert zu berechnen, wenn die allgemeinen Krankenhausleistungen dadurch nicht beeinträchtigt werden. Was du mit einer Zusatzversicherung kaufst, ist deshalb Komfort und Arztwahl: Ein- oder Zweibettzimmer statt Mehrbettzimmer und die Behandlung durch einen bestimmten Arzt. Die Operation selbst wird dadurch nicht besser.

Was kostet Chefarztbehandlung ohne Zusatzversicherung?

Das hängt vom Eingriff ab, und genau deshalb schreibt das Gesetz vor, dass du es vorher erfährst: Nach § 17 Absatz 2 KHEntgG müssen Wahlleistungen vor der Erbringung schriftlich vereinbart werden, und du bist vorher schriftlich über die Entgelte zu unterrichten. Teuer wird es vor allem durch die sogenannte Wahlarztkette aus § 17 Absatz 3: Die Vereinbarung erstreckt sich auf alle an deiner Behandlung beteiligten liquidationsberechtigten Ärzte, nicht nur auf den einen Chefarzt. Du kannst die Vereinbarung aber auch einfach nicht unterschreiben.

Steigender oder stabiler Beitrag: was ist besser?

Das ist die eigentliche Entscheidung, nicht der Einstiegspreis. Tarife ohne Alterungsrückstellung starten günstig und werden mit dem Alter teurer, also genau dann, wenn Krankenhausaufenthalte wahrscheinlicher werden und das Einkommen oft sinkt. Tarife mit Alterungsrückstellung kosten am Anfang mehr, halten den Beitrag dafür stabiler. Wer die Versicherung dauerhaft behalten will, ist mit dem stabileren Modell meist besser bedient. Wer nur ein paar Jahre überbrücken möchte, fährt mit dem günstigen Einstieg billiger.

Lohnt sich eine Krankenhauszusatzversicherung noch mit 60?

Sie wird mit dem Alter teurer und die Gesundheitsprüfung schwieriger, weil Vorerkrankungen zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnung führen können. Wer sie will, schließt sie deshalb besser früh ab. Mit 60 ist ein Abschluss nicht unmöglich, aber die Frage lautet dann ehrlicherweise, ob der Beitrag über die verbleibenden Jahre in einem sinnvollen Verhältnis zum erwarteten Komfortgewinn steht. Ein Krankenhaustagegeld oder schlicht Rücklagen können in dieser Lage die nüchternere Antwort sein.

Was leistet die ERGO Krankenhauszusatzversicherung?

Laut Anbieter kostet sie ab 19,80 Euro im Monat und kommt ohne Wartezeit aus, die Gesundheitsfragen werden online beantwortet. Versichert sind die Unterbringung im Einbettzimmer, ärztliche Wahlleistungen wie die Chefarztbehandlung und die freie Krankenhauswahl. Wer auf Zimmer und Arztwahl verzichtet, bekommt ein Ersatz-Krankenhaustagegeld von bis zu 100 Euro am Tag, im Zweibettzimmer 30 Euro und im Mehrbettzimmer 50 Euro. Für Kinder bis 16 Jahre zahlt der Versicherer die Mitaufnahme eines Elternteils, soweit die Krankenkasse nicht leistet.

Stand 07/2026. Die Leistungs- und Preisangaben stammen von der Produktseite des Anbieters, abgerufen am 21.07.2026, und können sich ändern; maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen deines Vertrags. Die Paragrafenangaben folgen dem Wortlaut von § 17 Krankenhausentgeltgesetz. Dieser Überblick ist eine redaktionelle Orientierung und keine Versicherungs- oder Rechtsberatung. Mit „Anzeige“ markierte Links sind Werbelinks: Bei einem Abschluss über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Beitrag nichts.

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