Private Haftpflichtversicherung
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit reicht: Wer einem anderen schadet, haftet nach § 823 BGB mit seinem gesamten Vermögen, ein Leben lang und der Höhe nach unbegrenzt. Ein Sachschaden bleibt oft klein, ein Personenschaden kann in die Millionen gehen. Die Privathaftpflicht schließt genau diese Lücke, und sie ist dabei eine der günstigsten Policen für das, was sie absichert. Hier steht, worauf es bei der Deckung wirklich ankommt und was die MVK-Tarife leisten.
Redaktioneller Überblick, keine Versicherungsberatung · Stand 07/2026
Tarif berechnen → Anzeige
Das Wichtigste in vier Sätzen
- Ohne Privathaftpflicht haftest du unbegrenzt. Das Gesetz kennt keine Obergrenze, dein Vermögen und dein künftiges Einkommen schon.
- Der teure Fall ist der Personenschaden. Deshalb zählt eine hohe Deckungssumme, bei der MVK bis zu 50 Millionen Euro.
- Zwei Leistungen werden oft übersehen: die Ausfalldeckung, wenn der Schädiger selbst nicht zahlen kann, und der Schlüsselverlust, der bei Schließanlagen fünfstellig wird.
- Der Beitrag ist niedrig. Für den Umfang gehört die Privathaftpflicht zu den günstigsten Versicherungen überhaupt.
Warum die Lücke so groß ist
§ 823 BGB verpflichtet jeden, der einem anderen widerrechtlich einen Schaden zufügt, zum Ersatz. Es gibt dabei keine gesetzliche Obergrenze. Bei einem umgestoßenen Weinglas ist das kein Thema. Bei einem Fahrradunfall, bei dem ein Fußgänger dauerhaft arbeitsunfähig wird, sieht die Rechnung anders aus: Heilbehandlung, Verdienstausfall, Schmerzensgeld und eine lebenslange Rente summieren sich, und dafür haftest du privat, notfalls mit dem Einkommen der nächsten Jahrzehnte.
Genau für diesen seltenen, aber existenzbedrohenden Fall gibt es die Privathaftpflicht. Sie prüft außerdem für dich, ob eine Forderung überhaupt berechtigt ist, und wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Dieser passive Rechtsschutz ist bei der MVK enthalten und in der Praxis genauso wertvoll wie die Zahlung selbst.
Worauf es bei der Deckung ankommt
- Deckungssumme. Sie ist der wichtigste Wert. Die MVK bietet je nach Tarif bis zu 50 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Weil eine hohe Summe kaum mehr kostet, ist das der falsche Punkt zum Sparen.
- Ausfalldeckung. Schädigt dich jemand ohne eigene Haftpflicht, zahlt deine Police. Ohne diese Leistung trägst du fremdes Verschulden selbst.
- Schlüsselverlust. Der Verlust eines fremden Schlüssels, etwa zur Mietwohnung oder zum Büro, kann den Austausch einer ganzen Schließanlage auslösen. Die MVK deckt das je nach Tarif bis zu 100.000 Euro.
- Gefälligkeitsschäden. Hilfst du beim Umzug und beschädigst etwas, greifen viele Tarife nicht. Die MVK schließt diese Schäden ausdrücklich ein.
- Ehrenamt und weltweiter Schutz. Ehrenamtliche Tätigkeit ist je nach Tarif mit 10.000 bis 100.000 Euro abgesichert, der Schutz gilt weltweit.
Die MVK-Tarife im Detail Anzeige
Die MVK ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Sie gehört ihren Mitgliedern, nicht Aktionären, und ist damit nicht dem Druck ausgesetzt, eine Gewinnmarge nach außen abzuführen. Die Privathaftpflicht gibt es in vier Stufen:
| Tarif | Wofür er steht |
|---|---|
| Klassik | Der Einstieg mit dem Grundschutz und hoher Deckungssumme. |
| Top Empfehlung | Das vom Anbieter empfohlene Verhältnis aus Beitrag und Leistung, unter anderem Schlüsselverlust bis 100.000 Euro. |
| Premium | Erweiterte Leistungen für alle, die möglichst wenig Lücken wollen. |
| Premium+ | Zusätzlich die Best-Leistungs-Garantie: im Schadenfall kein Deckungsnachteil gegenüber vergleichbaren Tarifen am Markt. |
Welcher Tarif passt?
Für die meisten ist Top die vernünftige Wahl, weil dort die praktisch wichtigen Leistungen wie der hohe Schlüsselverlust enthalten sind, ohne in den teuersten Tarif zu gehen. Wer alle künftigen Bedingungsverbesserungen automatisch mitnehmen und im Streitfall nie schlechter stehen will als bei einem anderen Anbieter, greift zu Premium+. Den genauen Beitrag für deine Situation zeigt der Rechner.
Was der Schutz kostet
Einen festen Preis nennen wir hier bewusst nicht, weil es keinen gibt: Der Beitrag hängt davon ab, ob du dich als Single, als Single mit Kind oder als Familie versicherst und welchen Tarif du wählst. Die MVK zeigt ihn im Rechner nach wenigen Angaben. Was sich seriös sagen lässt: Private Haftpflicht ist eine der günstigsten Policen überhaupt und liegt für Familien üblicherweise im Bereich weniger Euro im Monat. Ein Familientarif versichert dabei in der Regel beide Partner und die Kinder mit, ohne dass sich der Beitrag pro Kopf vervielfacht.
AXA Privathaftpflicht als Alternative Anzeige
Auch bei der Privathaftpflicht lohnt der Blick auf die AXA. Entscheidend ist hier die Deckungssumme, und die staffelt die AXA klar nach Tarif:
| Tarif | Deckungssumme & Kern |
|---|---|
| S (Grundschutz) | 5 Millionen Euro. Mietsachschäden dabei, aber ohne Gefälligkeitsschäden. Beispielwert „ab 1,49 Euro im Monat", die Summe ist für eine Haftpflicht aber eher knapp. |
| M (Gut versichert) Empfehlung | 30 Millionen Euro, zusätzlich Gefälligkeitsschäden und Drohnen bis 500 Gramm. |
| L (Top-Schutz) | 60 Millionen Euro, plus Forderungsausfalldeckung, Schäden an geliehenen Sachen bis 10.000 Euro und Drohnen bis 5 Kilogramm. |
Der ehrliche Vergleich: Die AXA im Tarif L kommt mit 60 Millionen Euro sogar über die 50 Millionen der MVK und bringt die wichtige Forderungsausfalldeckung mit. Dafür ist der günstige Grundschutz S mit 5 Millionen und ohne Gefälligkeitsschäden für eine Haftpflicht recht dünn. Ehrenamt ist bei der AXA ohne Aufpreis dabei. Wichtig für beide Anbieter: Schäden durch den eigenen Hund deckt keine Privathaftpflicht, dafür braucht es eine eigene Tierhalter-Haftpflicht.
Einordnung
Wer zur AXA geht, sollte mindestens Tarif M wählen, damit die Summe hoch genug ist und Gefälligkeitsschäden mitversichert sind. Den genauen Beitrag zeigt auch die AXA erst nach deinen Angaben; „ab 1,49 Euro" ist ein Beispielwert für den Grundschutz, kein Pauschalpreis.
GVV Direkt: die Deckungssumme, über die kaum jemand spricht Anzeige
Bei der Privathaftpflicht vergleichen die meisten den Beitrag und die Deckungssumme. Die GVV Direktversicherung staffelt beides klar: 10, 20 oder 50 Mio. € Versicherungssumme, Beiträge nach Anbieterangabe ab 2,91 €, 3,08 € und 3,33 € im Monat. Der Sprung von 10 auf 50 Millionen kostet damit rund 42 Cent im Monat, also etwa fünf Euro im Jahr. Das ist der billigste Sicherheitsgewinn, den diese Sparte zu bieten hat.
Interessanter ist aber ein Detail weiter unten in der Leistungsliste: die Forderungsausfalldeckung einschließlich Vorsatz, bis 10 Mio. €. Die Forderungsausfalldeckung dreht die Haftpflicht um: Sie zahlt, wenn dir jemand schadet, der selbst nicht versichert ist und nicht zahlen kann. Genau dieser Baustein schließt Vorsatz aber häufig aus, und damit gerade die Fälle, in denen jemand mutwillig handelt. Dass Vorsatz hier eingeschlossen ist, ist der Punkt, an dem sich Tarife wirklich unterscheiden.
Ebenfalls enthalten: Gefälligkeitsschäden. Wer beim Umzug hilft und dabei das Sofa des Freundes ruiniert, steht sonst oft ohne Schutz da, weil eine Gefälligkeit rechtlich keine Haftung begründet und viele Policen deshalb gar nicht erst einspringen.
Wie ordnet sich das ein? Gegen die Tarife weiter oben zählt weniger der Beitrag, der bei allen im niedrigen einstelligen Bereich liegt, als die Frage, welche Bausteine du wirklich brauchst. Wer Wohneigentum hat, sollte den Blick zusätzlich auf Wohngebäude richten, denn Haftpflicht und Gebäudeschutz decken zwei völlig verschiedene Risiken ab.
ARAG: wo die Tarifstufen den Unterschied machen Anzeige
Ein vierter Anbieter, weil er die Stufen ungewöhnlich klar auseinanderzieht. Die ARAG nennt Basis ab 2,93 €, Komfort ab 4,38 € und Premium ab 6,30 € im Monat. Die Versicherungssummen dazu: 15 Mio. € in Basis, 30 Mio. € in Komfort (davon höchstens 15 Mio. € für Personenschäden) und 60 Mio. € in Premium (höchstens 20 Mio. € für Personenschäden). Für Schäden in den USA und Kanada gelten eigene, niedrigere Summen von 5, 7,5 und 10 Mio. €.
Der Beitrag ist hier nicht der interessante Teil, denn alle vier Anbieter auf dieser Seite liegen im niedrigen einstelligen Bereich. Interessant ist, was zwischen den Stufen dazukommt, und das sind genau die Fälle, in denen Verträge sonst nicht zahlen:
- Kinder unter sieben Jahren sind rechtlich deliktunfähig, sie haften also nicht, und die Eltern nur bei verletzter Aufsichtspflicht. Der Geschädigte bleibt sonst auf dem Schaden sitzen. Der Anbieter zahlt trotzdem: bis 50.000 € in Basis, bis 100.000 € in Komfort, in Premium ohne die genannte Grenze.
- Ehrenamt ist in Basis nicht enthalten, in Komfort bis 10.000 €, in Premium bis 100.000 €. Wer im Verein Verantwortung trägt, entscheidet an dieser Zeile.
- Ansprüche von Arbeitgeber und Arbeitskollegen aus Sachschäden gibt es erst in Premium, bis 10.000 € und bei Ansprüchen von Kollegen unbegrenzt. Das betrifft den Kaffee auf dem fremden Dienstlaptop, einen der häufigsten Streitfälle überhaupt.
- Tageseltern sind in Basis für bis zu sechs fremde Kinder abgesichert, ab Komfort auch darüber hinaus im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe.
Wie ordnet sich das ein? Gegenüber den drei Anbietern weiter oben ist die Deckungssumme in Premium die höchste auf dieser Seite, dafür fehlt die bei GVV hervorgehobene Forderungsausfalldeckung einschließlich Vorsatz in der Aufstellung des Anbieters. Prüfe deshalb nicht die Marke, sondern die zwei, drei Zeilen, die zu deinem Leben passen: Kinder, Ehrenamt, Arbeitsplatz. Anbieterangaben, abgerufen am 14.08.2026.
Passend dazu
- Hausratversicherung vom selben Anbieter: Sie schützt dein Eigentum, die Privathaftpflicht das der anderen. Zusammen decken sie die zwei häufigsten Alltagsrisiken ab.
- Tierhalter-Haftpflicht für Hund & Pferd: Was die Privathaftpflicht ausdrücklich ausschließt, denn für Hunde und Pferde haftest du nach § 833 BGB auch ohne eigenes Verschulden.
- Rechtsschutzversicherung: Die Haftpflicht wehrt Ansprüche gegen dich ab, der Rechtsschutz hilft, wenn du selbst zu deinem Recht kommen musst.
- Fahrrad- und E-Bike-Versicherung: für den Schaden am eigenen Rad, den die Haftpflicht nicht abdeckt.
Häufige Fragen
Was passiert, wenn ich keine Privathaftpflicht habe?
Dann haftest du für Schäden, die du anderen zufügst, mit deinem gesamten privaten Vermögen und Einkommen, und das nach § 823 BGB der Höhe nach unbegrenzt. Bei einem Sachschaden bleibt es oft im dreistelligen Bereich, bei einem Personenschaden nicht: Wer fahrlässig einen schweren Unfall verursacht, kann für Heilbehandlung, Verdienstausfall und eine lebenslange Rente des Geschädigten aufkommen müssen, und das geht schnell in die Millionen. Genau diese Lücke schließt die Privathaftpflicht, und sie tut es zu einem der niedrigsten Beiträge am gesamten Versicherungsmarkt.
Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?
So hoch wie möglich, weil der teure Fall der Personenschaden ist. Die MVK deckt je nach Tarif bis zu 50 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Das klingt nach viel, ist aber genau für den seltenen, existenzbedrohenden Fall gedacht. Eine Police mit hoher Summe kostet kaum mehr als eine mit niedriger, deshalb ist die Deckungssumme der falsche Punkt zum Sparen.
Was ist die Ausfalldeckung und warum ist sie wichtig?
Die Ausfalldeckung, auch Forderungsausfalldeckung, springt ein, wenn ein anderer dir schadet, selbst keine Haftpflicht hat und nicht zahlen kann. Ohne diese Leistung bliebst du auf deinem eigenen Schaden sitzen, obwohl ihn ein anderer verursacht hat. Die MVK hat sie in den Tarifen enthalten. Das ist eine der Leistungen, die man erst zu schätzen weiß, wenn man sie braucht.
Sind Schäden mitversichert, die ich aus Gefälligkeit verursache?
Bei der MVK ja. Hilfst du einem Freund beim Umzug und beschädigst dabei etwas, greifen viele ältere Tarife nicht, weil es sich um eine sogenannte Gefälligkeit handelt. Die MVK schließt Gefälligkeitsschäden ausdrücklich ein. Ebenfalls dabei ist der Verlust fremder Schlüssel, der bei einer Schließanlage schnell fünfstellig wird, je nach Tarif bis zu 100.000 Euro.
Was kostet die MVK-Privathaftpflicht?
Den genauen Beitrag zeigt die MVK erst im Rechner, weil er davon abhängt, ob du dich als Single, als Single mit Kind oder als Familie versicherst und welchen Tarif du wählst. Privathaftpflicht gehört generell zu den günstigsten Policen überhaupt und liegt für Familien üblicherweise im Bereich weniger Euro im Monat. Verlässlich ist nur die Zahl aus dem Rechner, deshalb nennen wir hier keinen Pauschalpreis.
Zahlt die Privathaftpflicht, wenn mein Kind unter sieben Jahren etwas kaputt macht?
Rechtlich nicht: Kinder unter sieben Jahren sind deliktunfähig und haften nicht, die Eltern nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Ohne passende Klausel bleibt der Geschädigte auf dem Schaden sitzen, was oft die Nachbarschaft belastet. Deshalb schließen einige Tarife Schäden deliktunfähiger Kinder ausdrücklich ein. Bei der ARAG sind es bis 50.000 Euro in der Basis-Variante, bis 100.000 Euro in Komfort und in Premium ohne diese Grenze. Prüfe die Zeile im Tarifblatt, sie heißt meist „deliktunfähige Kinder“. Stand 14.08.2026.
Bin ich im Ehrenamt über die Privathaftpflicht versichert?
Nur wenn der Tarif es vorsieht. Verantwortliche ehrenamtliche Tätigkeit ist in Einstiegstarifen häufig ausgeschlossen. Beim hier genannten Anbieter ist sie in der Basis-Variante nicht enthalten, in Komfort bis 10.000 Euro und in Premium bis 100.000 Euro. Wer im Verein ein Amt übernimmt, sollte zusätzlich klären, ob der Verein selbst eine Vereinshaftpflicht hat, denn beide Deckungen greifen unterschiedlich weit.
Stand 07/2026. Die MVK-Leistungsangaben stammen von mvk-versicherung.de (abgerufen am 26.07.2026), die AXA-Angaben von axa.de (abgerufen am 30.07.2026), die ARAG-Angaben von arag.de (abgerufen am 14.08.2026); maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen deines Vertrags. Die Angaben zur Haftung folgen dem Wortlaut von § 823 BGB. Einen Beitrag nennen wir nicht, weil die MVK ihn erst im Rechner nach deinen Angaben ausweist. Dieser Überblick ist eine redaktionelle Orientierung und keine Versicherungsberatung.
Anzeige. Werbekennzeichnung & Transparenz