Geschäftskonto ohne Schufa
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Wer als Selbstständige oder Selbstständiger bei der Bank abgelehnt wird, steht schnell ohne Zahlungsverkehr da, und ohne Konto kein Geschäft. Zwei Dinge solltest du dabei wissen: Einen gesetzlichen Anspruch auf ein Geschäftskonto gibt es nicht, der Basiskonto-Anspruch gilt nur für Privatkonten. Und es gibt einen Anbieter, der ausdrücklich ohne Schufa-Prüfung eröffnet, mit deutscher IBAN und Einlagensicherung. Diese Seite erklärt beides und sagt auch, was „ohne Schufa" nicht heißt.
Konditionen und Rechtsgrundlage am 13.08.2026 geprüft · alle Angaben ohne Gewähr
Das Wichtigste in fünf Sätzen
- Für ein Geschäftskonto gibt es keinen Rechtsanspruch. § 31 ZKG gibt jedem Verbraucher Anspruch auf ein Basiskonto, für Geschäftskonten gilt das nicht.
- Ein Anbieter wirbt ausdrücklich mit Eröffnung ohne Schufa-Prüfung, mit deutscher IBAN über die Solaris SE und gesetzlicher Einlagensicherung bis 100.000 €.
- Kostenlos heißt fünf Buchungen. Der Free-Tarif enthält fünf SEPA-Überweisungen und Lastschriften im Monat, danach kostet es 11 € oder 25 € netto.
- „Ohne Schufa" heißt nicht „ohne Prüfung". Identitätsfeststellung und Geldwäscheprüfung entfallen nicht.
- Und es heißt keinen Kredit. Zum Konto gehört eine Debitkarte, die vom Guthaben abbucht, kein Dispo und kein Kreditrahmen.
Warum dich die Bank ablehnen darf
Viele suchen an dieser Stelle nach ihrem Recht, und es lohnt sich, den Unterschied genau zu kennen. Das Zahlungskontengesetz sagt in § 31 Abs. 1: Anspruch auf einen Basiskontovertrag hat „jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union". Dieser Anspruch ist stark, er gilt sogar für Personen ohne festen Wohnsitz. Er gilt aber für Verbraucher, also für Privatkonten.
Für Geschäftskonten gibt es keine vergleichbare Vorschrift. Eine Bank darf einen Antrag ablehnen, ohne das begründen zu müssen, und tut das bei negativen Schufa-Merkmalen regelmäßig. Wer abgelehnt wird, braucht deshalb keinen Anwalt, sondern einen Anbieter, dessen Eröffnungsprozess anders aufgebaut ist.
Der Umweg über das private Basiskonto ist keine Lösung
Naheliegend wäre, das private Basiskonto geschäftlich mitzubenutzen. Davon ist abzuraten: Die Bedingungen privater Konten schließen geschäftliche Umsätze in der Regel aus, die Bank kann kündigen, und du stehst schlechter da als vorher. Dazu kommt der Aufwand bei der Steuer, den diese Website an vielen Stellen beschreibt: Jede vermischte Buchung musst du später einzeln zuordnen. Ein eigenes Geschäftskonto ist deshalb auch dann der richtige Weg, wenn es ein einfaches ist.
Der Anbieter, der ohne Schufa-Prüfung eröffnet Anzeige
Kontist wirbt auf seiner Produktseite ausdrücklich damit, alle wichtigen Banking-Funktionen auch ohne SCHUFA-Prüfung bereitzustellen. Das ist die entscheidende Zusage für alle, die anderswo abgelehnt wurden. Was du bekommst, ist dabei kein abgespecktes Notkonto:
- Deutsche IBAN über die kontoführende Solaris SE, eine deutsche Vollbank mit Lizenz der BaFin und der Europäischen Zentralbank
- Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €, wie bei jeder deutschen Bank
- Visa Debitkarte, physisch und virtuell, dazu Apple Pay und Google Pay
- Echtzeit-Steuerschätzung: Die App rechnet laufend mit, wie viel du fürs Finanzamt zurücklegen solltest
- SEPA-Echtzeitüberweisungen und Belegverwaltung in derselben App
| Tarif | netto je Monat | SEPA-Buchungen inkl. | Unterkonten | Buchhaltung |
|---|---|---|---|---|
| Free | 0,00 € | 5 | - | sevdesk 3 Monate |
| Start | 11,00 € | 30 | ja | sevdesk 6 Monate |
| Plus | 25,00 € | 100 | ja | sevdesk 12 Monate, UStVA und BWA |
Rechne mit deinen Buchungen, nicht mit dem Wort „kostenlos". Fünf Überweisungen und Lastschriften im Monat reichen für einen Nebenerwerb mit wenigen Rechnungen. Sobald Miete, Versicherung, Lieferanten und Steuervorauszahlung per Lastschrift laufen, bist du darüber. Dann kostet das Konto 11 € netto im Monat, also 132 € im Jahr, und bringt Unterkonten mit, die bei der Steuerrücklage helfen.
Was „ohne Schufa" nicht bedeutet
Damit hier keine falsche Erwartung entsteht, drei Klarstellungen. Sie sprechen gegen einen schnellen Abschluss, gehören aber zur Sache.
- Nicht ohne Prüfung. Deine Identität wird festgestellt, und die geldwäscherechtlichen Pflichten der Bank gelten unverändert. Ohne Ausweis und Verifizierung geht nichts.
- Nicht ohne Ablehnungsmöglichkeit. Ein Anbieter, der auf die Schufa-Abfrage verzichtet, ist trotzdem nicht verpflichtet, jeden Antrag anzunehmen.
- Kein Kredit. Die Karte ist eine Debitkarte: Sie bucht vom Guthaben ab. Es gibt keinen Dispo und keinen Kreditrahmen. Wer Geld leihen will, findet hier nichts, und das ist gut so: Ein Kredit „ohne Schufa" ist ein Warnsignal, kein Angebot.
Wer neben dem Konto tatsächlich Kapital braucht, findet im Kredit-Ratgeber für Selbstständige die seriösen Wege, einschließlich der Frage, was Anbieter wirklich prüfen. Und wer schlicht ein günstiges Konto sucht, ohne Schufa-Problem, vergleicht besser im Geschäftskonto-Vergleich: Dort stehen elf Anbieter mit Note, Preisen und Grenzen.
Für wen das passt, für wen nicht
Spricht dafür:
- Du wurdest bei einer Bank abgelehnt und brauchst kurzfristig ein funktionierendes Geschäftskonto.
- Du willst deutsche IBAN und Einlagensicherung, nicht irgendeine Notlösung im Ausland.
- Dein Buchungsvolumen ist überschaubar, oder die 11 € netto im Monat sind es dir wert.
Spricht dagegen:
- Du hast kein Schufa-Problem. Dann entscheide nach Preis und Leistung, nicht nach diesem Merkmal.
- Du brauchst Bargeldeinzahlung oder einen Kreditrahmen. Beides deckt dieses Konto nicht ab.
- Du buchst viel: Über 100 SEPA-Buchungen im Monat wird es hier teurer als bei Anbietern mit größeren Kontingenten.
Passend dazu
- Geschäftskonto-Vergleich: elf Anbieter mit TSW-Note, Preisen und den Grenzen der 0-€-Tarife.
- Qonto vs. Kontist: die beiden im direkten Vergleich, mit dem Buchungsvolumen als Entscheidungsachse.
- Kostenloses Geschäftskonto: die fünf Stellen, an denen 0 € am Ende doch etwas kosten.
- Kredit für Selbstständige: was Anbieter wirklich prüfen und warum „ohne Schufa" beim Kredit ein Warnsignal ist.
- Buchhaltungssoftware: wo die enthaltene sevdesk-Lizenz im Vergleich steht.
- Geschäftskonto für Kleinunternehmer: worauf es bei kleinen Umsätzen ankommt.
Häufige Fragen
Habe ich einen Anspruch auf ein Geschäftskonto?
Nein. Der gesetzliche Anspruch aus Paragraf 31 Zahlungskontengesetz gilt ausdrücklich für Verbraucher: Anspruch auf einen Basiskontovertrag hat jeder Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union. Für ein Geschäftskonto gibt es keine vergleichbare Vorschrift, Banken entscheiden dort frei. Wer als Selbstständiger abgelehnt wird, hat deshalb keinen einklagbaren Anspruch, sondern muss einen Anbieter finden, der ohne Schufa-Prüfung eröffnet.
Welches Geschäftskonto gibt es ohne Schufa-Prüfung?
Kontist wirbt ausdrücklich damit, das Geschäftskonto auch ohne SCHUFA-Prüfung zu eröffnen. Kontoführende Bank ist die Solaris SE, eine deutsche Vollbank mit BaFin- und EZB-Lizenz; du bekommst eine deutsche IBAN, eine Visa Debitkarte und die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro. Der kostenlose Free-Tarif enthält fünf SEPA-Überweisungen und Lastschriften im Monat, Start kostet 11 Euro netto mit 30 Buchungen, Plus 25 Euro mit 100. Stand 13.08.2026.
Was bedeutet „ohne Schufa" konkret nicht?
Es bedeutet nicht ohne Prüfung. Deine Identität wird weiterhin festgestellt, und die geldwäscherechtlichen Pflichten der Bank entfallen nicht. Es bedeutet außerdem keinen Kredit: Zum Konto gehört eine Debitkarte, die vom Guthaben abbucht, keinen Kreditrahmen und keinen Dispo. Wer einen Kredit sucht, ist auf dieser Seite falsch; ohne Schufa-Prüfung wird kein seriöser Kreditgeber Geld verleihen.
Kann ich mein privates Basiskonto geschäftlich nutzen?
Davon ist abzuraten. Das Basiskonto nach dem Zahlungskontengesetz ist ein Verbraucherkonto, und die Nutzungsbedingungen privater Konten schließen geschäftliche Umsätze in der Regel aus; die Bank kann kündigen. Dazu kommt der praktische Grund: Vermischte Konten kosten bei der Steuer Zeit und Geld, weil jede Buchung einzeln zugeordnet werden muss. Für den geschäftlichen Teil gehört ein eigenes Konto her.
Was kostet ein Geschäftskonto ohne Schufa?
Bei Kontist nichts, solange du im Free-Tarif bleibst: 0 Euro Kontogebühr, allerdings mit nur fünf SEPA-Überweisungen und Lastschriften im Monat. Wer mehr bucht, zahlt 11 Euro netto im Monat für 30 Buchungen samt Unterkonten oder 25 Euro netto für 100 Buchungen mit Umsatzsteuer-Voranmeldung und BWA. Rechne die Buchungen eines typischen Monats zusammen, bevor du dich am Wort kostenlos orientierst.
Stand 13.08.2026. Die Konditionen stammen von kontist.com, abgerufen am 13.08.2026 (Produktseite und Preisübersicht), Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer. Die Rechtsgrundlage wurde am selben Tag bei gesetze-im-internet.de nachgelesen (§ 31 Abs. 1 ZKG). Maßgeblich sind die Angaben des Anbieters zum Zeitpunkt deines Antrags. Ein Anspruch auf Kontoeröffnung besteht auch bei diesem Anbieter nicht. Diese Seite ist eine redaktionelle Orientierung und keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung; sie bewirbt kein Kreditprodukt.
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