Onlineshop erstellen für Selbstständige
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Ein Shop ist technisch schnell aufgesetzt: 15 € im Monat für ein gehostetes System, 20 € für den WooCommerce-Weg auf eigenem Hosting. Teuer wird er an anderer Stelle. Auf dieser Seite stehen beide Rechnungen, die Posten, die im Monatspreis nicht enthalten sind, und die Pflichten, die ab dem ersten verkauften Artikel gelten, von der Widerrufsbelehrung bis zur Verpackungsregistrierung.
Preise am 10.08.2026 beim Anbieter geprüft · keine Rechtsberatung
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Das Wichtigste in vier Sätzen
- Der gehostete Shop startet bei 15 € im Monat im Jahresvertrag, also 180 € im Jahr, für bis zu 500 Produkte.
- Der Aktionspreis täuscht am stärksten beim mittleren Tarif: 1 € im Monat für zwölf Monate, danach 30 €, also 12 € gegen 360 € im Jahr.
- Die Gebühren des Zahlungsanbieters kommen obendrauf. Sie hängen an PayPal oder Klarna, nicht am Shop-Tarif.
- Rechtlich beginnt die Arbeit erst. Widerrufsbelehrung, Bestellbutton, Preisangaben und die Registrierung im Verpackungsregister gelten ab dem ersten Paket.
Die Shop-Tarife im Überblick Anzeige
Der gehostete Shop heißt bei STRATO SmartWebshop. Die Preise gelten im Jahresvertrag mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit; monatlich kündbar kostet jeder Tarif 1 € bis 7 € mehr, dazu einmalig 15 € Einrichtung.
| Tarif | pro Monat | pro Jahr | Produkte | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Basic | 15 € | 180 € | bis 500 | Kauf auf Rechnung, Click & Collect |
| Plus | 30 € | 360 € | bis 5.000 | Verkauf über TikTok und Instagram, KI-Texte |
| Pro | 47 € | 564 € | bis 10.000 | SEPA-Lastschrift, SEO-Tool, Terminbuchung |
| Ultimate | 82 € | 984 € | unbegrenzt | Verkauf über Amazon und weitere Marktplätze |
Zwei Zeilen aus der Leistungstabelle sind wichtiger, als sie aussehen. SEPA-Lastschrift gibt es erst ab Pro, also ab 47 € im Monat; Basic und Plus bieten sie nicht. Und der Aktionspreis des Tarifs Plus liegt bei 1 € im Monat für zwölf Monate, danach bei 30 €. Wer nach dem ersten Jahr nicht nachsieht, zahlt aus 12 € im Jahr plötzlich 360 €.
Gehosteter Shop oder WooCommerce
Beide Wege liegen beim selben Anbieter, deshalb lassen sie sich sauber gegenüberstellen. Der gehostete Shop ist im Einstieg sogar günstiger als das WordPress-Paket mit WooCommerce, und trotzdem ist der Preis nicht das entscheidende Kriterium.
| Kriterium | SmartWebshop Basic Anzeige | WooCommerce im WordPress-Paket Anzeige |
|---|---|---|
| Preis | 15 € / Monat, 180 € im Jahr | 20 € / Monat, 240 € im Jahr |
| Produkte | bis 500 | technisch offen, Datenbank 2 GB |
| Pflege und Updates | übernimmt der Anbieter | übernimmst du, Updates laufen automatisch |
| Umzug zu einem anderen Anbieter | nicht möglich | möglich, samt Datenbank |
| Erweiterbarkeit | was das System anbietet | über Plugins, viele davon kostenlos |
| Einarbeitung | gering | ein bis zwei Abende |
Kurz gefasst: Wer bis 500 Artikel verkauft und sich um nichts kümmern will, fährt mit dem gehosteten Shop gut und günstiger. Wer den Shop als dauerhaften Vertriebskanal aufbaut, ihn später umziehen oder mit Plugins erweitern will, ist mit WooCommerce besser bedient. Die 60 € Unterschied im Jahr entscheiden das nicht.
Was im Monatspreis nicht enthalten ist
- Die Gebühren des Zahlungsanbieters. STRATO verlangt laut eigener Auskunft keine zusätzliche Transaktionsgebühr, PayPal und Klarna schon. Ihre Sätze legt der jeweilige Anbieter fest, sie gehören in deine Kalkulation.
- Die Rechtstexte. Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung und Datenschutzerklärung gibt es als zubuchbaren Abmahnschutz einer Kanzlei, nicht als Teil des Tarifs.
- Versand und Verpackung. Porto, Kartons und Füllmaterial sind laufende Kosten je Bestellung, dazu kommt die Beteiligung an einem dualen System.
- Deine Zeit. Produktfotos, Beschreibungen und Kundenanfragen sind der Posten, den fast jede Anfangsrechnung vergisst.
Die Pflichten, die ab dem ersten Paket gelten
Diese Liste ist der Grund, warum ein Shop mehr Arbeit macht als eine Website. Sie gilt unabhängig davon, welches System du wählst.
- Bestellbutton. Die Schaltfläche muss eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen, etwa mit „zahlungspflichtig bestellen" (§ 312j Abs. 3 BGB). Fehlt der Hinweis, kommt kein Vertrag zustande.
- Widerrufsrecht. Verbraucher haben 14 Tage Widerrufsrecht (§ 355 BGB). Nötig sind eine Belehrung und das Muster-Widerrufsformular nach Art. 246a EGBGB. Ohne korrekte Belehrung verlängert sich die Frist erheblich.
- Preisangaben. Anzugeben ist der Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer und aller Bestandteile, dazu die Versandkosten (§ 3 PAngV). Bei Waren nach Gewicht oder Volumen kommt der Grundpreis dazu (§ 4 PAngV).
- Anbieterkennzeichnung. Impressum nach § 5 DDG, leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar.
- Verpackungsregister. Wer verpackte Ware an Endverbraucher versendet, muss sich vor dem ersten Versand bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister registrieren (LUCID, § 9 VerpackG) und sich an einem dualen System beteiligen. Das gilt ab dem ersten Paket, ohne Mindestmenge.
- Produktsicherheit. Seit Dezember 2024 verlangt die EU-Produktsicherheitsverordnung (Verordnung (EU) 2023/988) im Fernabsatz Angaben zu Hersteller und verantwortlicher Person, Produktkennzeichnung und Warnhinweise direkt beim Angebot.
- Umsatzsteuer. Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus und musst darauf hinweisen. Verkaufst du an Privatkunden in andere EU-Staaten, greift ab 10.000 € Jahresumsatz die Besteuerung im Bestimmungsland, üblicherweise abgewickelt über das OSS-Verfahren (§ 3c, § 18j UStG).
Die aktuellen Grenzwerte und Fristen dazu pflegen wir offen unter Zahlen für Selbstständige, jeweils mit Paragraf und Prüfdatum.
Für wen sich was lohnt
Gehosteter Shop: wenn du bis 500 Artikel führst, schnell starten willst und keine Lust auf Wartung hast. Wenn dir Click & Collect oder der Verkauf über Instagram wichtiger ist als volle Kontrolle.
WooCommerce: wenn der Shop wachsen soll, du Plugins einsetzen willst oder den Anbieter später wechseln können musst.
Noch kein Shop: wenn du nur wenige Artikel verkaufst, reicht oft eine Seite mit Kontaktformular und Rechnung per Mail. Ein Shopsystem lohnt sich, wenn Bestellungen regelmäßig kommen und der manuelle Weg Zeit frisst. Verkaufst du zusätzlich vor Ort, findest du die Konditionen im Kartenzahlung-Vergleich.
Passend dazu
- WordPress-Hosting für Selbstständige: der WooCommerce-Weg mit Preisen und Grenzen.
- Homepage-Baukasten für Selbstständige: wenn erst einmal die Website ohne Shop reicht.
- Kartenzahlung-Vergleich: Terminals und Gebühren für den Verkauf vor Ort.
- Zahlen für Selbstständige: Grenzwerte und Fristen mit Paragraf und Prüfdatum.
- Server mieten für Selbstständige: für Shops, die mehr Leistung brauchen als ein Hosting-Paket.
Häufige Fragen
Was kostet ein Onlineshop im Jahr?
Der gehostete Shop von STRATO kostet im Jahresvertrag 15 Euro im Monat für bis zu 500 Produkte, also 180 Euro im Jahr. Die größeren Tarife liegen bei 30, 47 und 82 Euro im Monat. Der WooCommerce-Weg über das WordPress-Paket kostet 20 Euro im Monat, also 240 Euro im Jahr. Dazu kommen in beiden Fällen die Gebühren des Zahlungsanbieters, Versand und Verpackung sowie die Rechtstexte. Stand 10.08.2026.
Ist ein gehosteter Shop oder WooCommerce besser?
Für bis zu 500 Artikel und einen schnellen Start ist der gehostete Shop günstiger und einfacher, weil der Anbieter Technik und Updates übernimmt. WooCommerce lohnt sich, wenn der Shop wachsen soll, du Plugins einsetzen willst oder den Anbieter später wechseln musst: Eine WordPress-Installation lässt sich samt Datenbank umziehen, ein gehosteter Shop nicht. Der Preisunterschied von rund 60 Euro im Jahr ist dabei das schwächste Argument.
Welche Zahlungsarten kann ich anbieten und was kosten sie?
Der Shop unterstützt über 20 Bezahloptionen, darunter PayPal, Klarna, Kreditkarte und Kauf auf Rechnung. SEPA-Lastschrift ist laut Leistungstabelle erst ab dem Tarif Pro enthalten. STRATO erhebt nach eigener Auskunft keine zusätzliche Transaktionsgebühr, die Gebühren des jeweiligen Zahlungsanbieters fallen aber an und werden von diesem festgelegt. Sie gehören in die Kalkulation, weil sie prozentual am Umsatz hängen.
Welche rechtlichen Pflichten habe ich als Shopbetreiber?
Die wichtigsten sind: ein Bestellbutton, der eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweist (Paragraf 312j Absatz 3 BGB), Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular für das 14-tägige Widerrufsrecht (Paragraf 355 BGB, Artikel 246a EGBGB), Gesamtpreise inklusive Umsatzsteuer und Versandkosten sowie gegebenenfalls Grundpreise (Paragrafen 3 und 4 Preisangabenverordnung), ein Impressum nach Paragraf 5 Digitale-Dienste-Gesetz, die Registrierung im Verpackungsregister LUCID vor dem ersten Versand (Paragraf 9 Verpackungsgesetz) und die Herstellerangaben nach der EU-Produktsicherheitsverordnung.
Muss ich mich wirklich im Verpackungsregister anmelden, wenn ich nur wenig verschicke?
Ja. Die Registrierung bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister gilt ab der ersten verpackten Ware, die an Endverbraucher geht, eine Mindestmenge gibt es nicht. Zusätzlich musst du dich an einem dualen System beteiligen und die Mengen melden. Die Registrierung im Register selbst ist kostenlos, die Beteiligung am dualen System nicht; was sie kostet, hängt von Material und Menge ab und legen die Systemanbieter fest.
Stand 10.08.2026. Preise und Leistungen stammen von strato.de, abgerufen am 10.08.2026, inklusive Mehrwertsteuer; maßgeblich sind die Angaben des Anbieters zum Zeitpunkt deiner Bestellung. Die Jahreswerte sind der jeweilige Monatspreis mal zwölf, ohne die befristeten Aktionspreise. Die Übersicht der Pflichten ist eine redaktionelle Orientierung nach dem Stand der genannten Vorschriften und keine Rechtsberatung; welche Pflichten dich konkret treffen, hängt von deinem Sortiment und deinen Kunden ab. Im Zweifel lass die Texte anwaltlich prüfen.
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