Ratgeber · Absicherung

Risikolebensversicherung für Selbstständige

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Die wichtigste Einordnung vorweg: Die Risikolebensversicherung sichert nicht dich ab, sondern die Menschen, die von deinem Einkommen leben. Selbstständige hinterlassen oft keine gesetzliche Witwen- oder Waisenrente, weil die dafür nötige Beitragszeit fehlt. Stirbt der Verdiener, steht die Familie dann ohne alles da, während Kredit und Miete weiterlaufen. Genau diese Lücke schließt die Risikolebensversicherung mit einer festen Todesfallsumme, und sie kostet in jungen Jahren erstaunlich wenig.

Redaktioneller Überblick, keine Versicherungsberatung · Stand 07/2026

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Häufige Fragen

Wozu braucht ein Selbstständiger eine Risikolebensversicherung?

Weil die gesetzliche Hinterbliebenenabsicherung oft fehlt. Eine Witwen- oder Waisenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung setzt fünf Jahre Beitragszeit voraus; wer nie oder nur kurz eingezahlt hat, hinterlässt seiner Familie nichts. Die Risikolebensversicherung zahlt beim Tod eine vorher festgelegte Summe an die Angehörigen und schließt genau diese Lücke, etwa um einen laufenden Immobilienkredit abzulösen oder den Lebensunterhalt der Familie für einige Jahre zu sichern. Wer niemanden zu versorgen hat und keine Schulden hinterlässt, braucht sie dagegen nicht.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

So hoch, dass die Menschen, die von dir abhängen, ohne dein Einkommen zurechtkommen. Als grobe Orientierung gelten das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens, besser aber rechnest du konkret: offene Kredite und Betriebsdarlehen plus die Lebenshaltung der Familie für die Jahre, bis die Kinder aus dem Haus oder der Partner wieder allein tragfähig ist. In jungen Jahren kostet auch eine sechsstellige Summe wenig, deshalb lieber etwas großzügiger ansetzen als zu knapp.

Was ist der Unterschied zwischen Risikoleben, Berufsunfähigkeit und Sterbegeld?

Sie lösen drei verschiedene Probleme. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir eine Rente, wenn du selbst nicht mehr arbeiten kannst, sie sichert dein Einkommen zu Lebzeiten. Die Risikolebensversicherung zahlt eine große Summe an deine Hinterbliebenen, wenn du stirbst, sie sichert die Familie und den Kredit. Die Sterbegeldversicherung deckt nur die Bestattungskosten mit einer kleinen Summe. Die Reihenfolge für Selbstständige mit Familie ist fast immer: zuerst Berufsunfähigkeit, dann Risikoleben, das Sterbegeld ganz zuletzt.

Was unterscheidet die Tarife aktiv Leben und aktiv Leben plus+ der DELA?

Beide Tarife bieten einen garantierten Beitrag, sechs einfache Gesundheitsfragen, Sofortschutz bei Unfalltod bis 200.000 Euro und eine vorgezogene Leistung, wenn ärztlich eine Lebenserwartung unter zwölf Monaten bescheinigt ist. Der Unterschied liegt in der Nachversicherung: aktiv Leben erlaubt Erhöhungen ohne erneute Gesundheitsprüfung bei zehn definierten Ereignissen wie Geburt, Heirat oder Immobilienkauf, aktiv Leben plus+ zusätzlich ohne besonderen Anlass und bietet eine Verlängerungsoption sowie Bonusleistungen für Kinder und Pflege. Der beworbene Einstieg ab rund 2,65 Euro im Monat gilt für ein sehr günstiges Profil und hängt bei dir von Alter, Summe, Laufzeit und Raucherstatus ab.

Stand 07/2026. Die Angaben zur DELA stammen von deren Produktseite, abgerufen am 23.07.2026; maßgeblich sind immer die Bedingungen deines Vertrags. Gesetzesangaben nach dem Wortlaut von § 46 und § 50 SGB VI. Der Beispielbeitrag ist eine profilabhängige Anbieterangabe und keine Zusage. Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mit „Anzeige" markierte Links sind Werbelinks: Bei einem Abschluss über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.

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