Risikolebensversicherung für Selbstständige
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Die wichtigste Einordnung vorweg: Die Risikolebensversicherung sichert nicht dich ab, sondern die Menschen, die von deinem Einkommen leben. Selbstständige hinterlassen oft keine gesetzliche Witwen- oder Waisenrente, weil die dafür nötige Beitragszeit fehlt. Stirbt der Verdiener, steht die Familie dann ohne alles da, während Kredit und Miete weiterlaufen. Genau diese Lücke schließt die Risikolebensversicherung mit einer festen Todesfallsumme, und sie kostet in jungen Jahren erstaunlich wenig.
Redaktioneller Überblick, keine Versicherungsberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in vier Sätzen
- Sie schützt die Hinterbliebenen, nicht dich. Ausgezahlt wird beim Tod eine feste Summe an die Angehörigen, für Kredit, Miete und Lebensunterhalt.
- Selbstständige haben hier eine echte Lücke: Ohne fünf Jahre Beitragszeit in der Rentenversicherung gibt es keine gesetzliche Hinterbliebenenrente.
- Jung abschließen ist günstig: Das Todesfallrisiko ist niedrig, deshalb kosten selbst sechsstellige Summen oft nur wenige Euro im Monat.
- Nicht verwechseln: Berufsunfähigkeit sichert dein Einkommen zu Lebzeiten, die Risikolebensversicherung den Todesfall, die Sterbegeldversicherung nur die Bestattung.
Warum die Lücke bei Selbstständigen größer ist
Angestellte zahlen automatisch in die gesetzliche Rentenversicherung ein und erwerben damit für ihre Familie einen Anspruch auf Witwen-, Witwer- und Waisenrente. Dieser Anspruch setzt jedoch die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren voraus (§ 46 in Verbindung mit § 50 SGB VI). Viele Selbstständige sind nicht rentenversicherungspflichtig und zahlen auch nicht freiwillig ein, und dann erfüllen sie diese Wartezeit nie. Für die Hinterbliebenen bedeutet das: kein Cent gesetzliche Rente, egal wie lange und erfolgreich das Unternehmen lief.
Gleichzeitig laufen die Verpflichtungen weiter. Ein Immobilienkredit ist nicht mit dem Tod erledigt, er geht auf die Erben über. Ein Betriebsdarlehen ebenso. Und das Einkommen, das die Familie getragen hat, fällt von einem Tag auf den anderen weg. Die Risikolebensversicherung ist die einzige günstige Möglichkeit, für genau diesen Fall eine große Summe bereitzustellen, ohne über Jahrzehnte ein entsprechendes Vermögen ansparen zu müssen.
Wie hoch sollte die Todesfallsumme sein?
Die grobe Faustregel lautet drei bis fünf Jahresnettoeinkommen. Genauer wird es, wenn du zusammenrechnest, was tatsächlich abgedeckt sein muss:
| Baustein | Was hineingehört |
|---|---|
| Offene Kredite | Restschuld der Immobilie, Betriebsdarlehen, größere Ratenkredite |
| Einkommensersatz | Lebenshaltung der Familie für die Jahre bis zur Eigenständigkeit, oft 3 bis 5 Nettojahresgehälter |
| Kinder | Betreuung, Ausbildung und Studium, je nach Alter der Kinder |
| Puffer | Bestattung und eine Phase der Neuordnung, in der niemand sofort wieder voll arbeiten kann |
Weil eine höhere Summe in jungen Jahren kaum mehr kostet, ist es sinnvoller, eher großzügig zu rechnen als zu knapp. Was von deinem Umsatz überhaupt für Vorsorge übrig bleibt, zeigt der Netto-Rechner; wo neben dem Todesfallschutz noch Lücken offen sind, der Absicherungs-Check.
Risikoleben, Berufsunfähigkeit oder Sterbegeld?
Diese drei Policen werden oft verwechselt, decken aber ganz unterschiedliche Risiken ab. Wer sein Budget richtig einsetzen will, sollte den Unterschied kennen:
| Police | Zahlt, wenn … | an wen | typische Höhe |
|---|---|---|---|
| Berufsunfähigkeit | du deinen Beruf gesundheitlich nicht mehr ausüben kannst | an dich (monatliche Rente) | Rente, die dein Einkommen ersetzt |
| Risikolebensversicherung | du stirbst | an deine Hinterbliebenen (Einmalsumme) | sechsstellig, für Kredit und Familie |
| Sterbegeld | du stirbst | an die Erben, zweckgebunden | 3.000 bis 20.000 €, nur die Bestattung |
Für Selbstständige mit Familie oder Immobilie ist die Reihenfolge fast immer dieselbe: zuerst die Berufsunfähigkeitsversicherung, weil der Verlust der Arbeitskraft das wahrscheinlichere und teurere Risiko ist, dann die Risikolebensversicherung für den Todesfall. Die Sterbegeldpolice ist der kleinste Baustein und kommt zuletzt, wenn überhaupt.
Worauf du beim Abschluss achten solltest
- Ehrliche Gesundheitsangaben: Falsche oder unvollständige Angaben können im Todesfall die Leistung kosten, wenn der Versicherer sie später aufdeckt. Lieber eine anonyme Risikovoranfrage stellen.
- Nichtrauchertarif: Wer seit einigen Jahren nicht raucht, zahlt deutlich weniger. Der Status wird abgefragt und muss stimmen.
- Laufzeit sinnvoll wählen: Der Schutz sollte so lange laufen, wie jemand von dir abhängt oder ein Kredit läuft, also oft bis die Kinder aus dem Haus oder die Immobilie abbezahlt ist.
- Nachversicherungs- und Erhöhungsoption: Damit lässt sich die Summe bei Heirat, Geburt oder Immobilienkauf ohne erneute Gesundheitsprüfung anheben.
- Unverheiratete Paare: Bei der klassischen Konstellation kann im Todesfall Schenkung- oder Erbschaftsteuer anfallen. Ein Über-Kreuz-Abschluss, bei dem jeder die Police auf das Leben des anderen abschließt und selbst Versicherungsnehmer ist, vermeidet das oft. Das ist ein Fall für die Steuerberatung.
Die Risikolebensversicherung der DELA Anzeige
DELA ist die deutsche Zweigniederlassung einer niederländischen Coöperatie, also genossenschaftlich organisiert und damit den Mitgliedern statt Aktionären verpflichtet. Angeboten werden zwei Tarife, Angaben von der Produktseite des Anbieters, abgerufen am 23.07.2026:
- aktiv Leben mit Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung bei zehn definierten Ereignissen (unter anderem Geburt, Heirat, Immobilienkauf, Einkommensplus über 10 %).
- aktiv Leben plus+ zusätzlich mit Nachversicherung ohne besonderen Anlass, einer Verlängerungsoption sowie Bonusleistungen für Kinder und Pflege.
- Garantierter Beitrag: DELA wirbt ausdrücklich damit, keinen Zahlbeitrag in Aussicht zu stellen, der nicht auch garantiert ist. Das schützt vor der stillen Erhöhung bis zum höheren Bruttobeitrag, die andere Anbieter offenlassen.
- Sechs einfache Gesundheitsfragen im Antrag, bei Bedarf mit Detailfragen.
- Sofortschutz bei Unfalltod bis 200.000 € ab Antragstellung sowie eine vorgezogene Leistung, wenn ärztlich eine Lebenserwartung unter zwölf Monaten bescheinigt ist.
Beitrag und Abschluss
DELA nennt als Einstieg z. B. ab 2,65 € im Monat, das gilt jedoch für ein sehr günstiges Profil (100.000 € Versicherungssumme, 30 Jahre, Erzieher/in, Nichtraucher, zehn Jahre Laufzeit). Dein Beitrag hängt von Alter, gewünschter Summe, Laufzeit und Raucherstatus ab. Der Vorteil des garantierten Beitrags ist real; die passende Summe und Laufzeit bleiben trotzdem deine Entscheidung, am besten anhand der Bausteine oben.
Für wen sie sich lohnt, für wen nicht
Spricht dafür:
- Du hast Kinder, einen Partner ohne eigenes ausreichendes Einkommen oder pflegst Angehörige.
- Du hast eine Immobilie finanziert oder ein Betriebsdarlehen aufgenommen, das im Todesfall die Erben belasten würde.
- Du hast einen Geschäftspartner, mit dem gemeinsame Verbindlichkeiten bestehen und der die Firma allein weiterführen müsste.
Spricht dagegen:
- Du hast niemanden zu versorgen und hinterlässt keine Schulden. Dann ist der Todesfallschutz überflüssig, und das Geld ist in der Berufsunfähigkeit oder Altersvorsorge besser aufgehoben.
- Der Grundschutz fehlt noch. Eine Risikolebenspolice abzuschließen, während die Berufsunfähigkeit ungedeckt ist, dreht die Prioritäten um.
Passend dazu
- Berufsunfähigkeitsversicherung – der wichtigste Baustein, wenn Einkommen abzusichern ist
- Sterbegeldversicherung – der kleine Baustein für die Bestattung, im Anbietervergleich
- Altersvorsorge für Selbstständige – Rürup, private Rente und ETF im Vergleich
- Krankenversicherung – GKV oder PKV als Selbstständiger
- Privathaftpflicht & Hausrat – wo der private Schutz endet
- Absicherungs-Check – welche Lücken bei dir offen sind
Häufige Fragen
Wozu braucht ein Selbstständiger eine Risikolebensversicherung?
Weil die gesetzliche Hinterbliebenenabsicherung oft fehlt. Eine Witwen- oder Waisenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung setzt fünf Jahre Beitragszeit voraus; wer nie oder nur kurz eingezahlt hat, hinterlässt seiner Familie nichts. Die Risikolebensversicherung zahlt beim Tod eine vorher festgelegte Summe an die Angehörigen und schließt genau diese Lücke, etwa um einen laufenden Immobilienkredit abzulösen oder den Lebensunterhalt der Familie für einige Jahre zu sichern. Wer niemanden zu versorgen hat und keine Schulden hinterlässt, braucht sie dagegen nicht.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
So hoch, dass die Menschen, die von dir abhängen, ohne dein Einkommen zurechtkommen. Als grobe Orientierung gelten das Drei- bis Fünffache des Jahresnettoeinkommens, besser aber rechnest du konkret: offene Kredite und Betriebsdarlehen plus die Lebenshaltung der Familie für die Jahre, bis die Kinder aus dem Haus oder der Partner wieder allein tragfähig ist. In jungen Jahren kostet auch eine sechsstellige Summe wenig, deshalb lieber etwas großzügiger ansetzen als zu knapp.
Was ist der Unterschied zwischen Risikoleben, Berufsunfähigkeit und Sterbegeld?
Sie lösen drei verschiedene Probleme. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dir eine Rente, wenn du selbst nicht mehr arbeiten kannst, sie sichert dein Einkommen zu Lebzeiten. Die Risikolebensversicherung zahlt eine große Summe an deine Hinterbliebenen, wenn du stirbst, sie sichert die Familie und den Kredit. Die Sterbegeldversicherung deckt nur die Bestattungskosten mit einer kleinen Summe. Die Reihenfolge für Selbstständige mit Familie ist fast immer: zuerst Berufsunfähigkeit, dann Risikoleben, das Sterbegeld ganz zuletzt.
Was unterscheidet die Tarife aktiv Leben und aktiv Leben plus+ der DELA?
Beide Tarife bieten einen garantierten Beitrag, sechs einfache Gesundheitsfragen, Sofortschutz bei Unfalltod bis 200.000 Euro und eine vorgezogene Leistung, wenn ärztlich eine Lebenserwartung unter zwölf Monaten bescheinigt ist. Der Unterschied liegt in der Nachversicherung: aktiv Leben erlaubt Erhöhungen ohne erneute Gesundheitsprüfung bei zehn definierten Ereignissen wie Geburt, Heirat oder Immobilienkauf, aktiv Leben plus+ zusätzlich ohne besonderen Anlass und bietet eine Verlängerungsoption sowie Bonusleistungen für Kinder und Pflege. Der beworbene Einstieg ab rund 2,65 Euro im Monat gilt für ein sehr günstiges Profil und hängt bei dir von Alter, Summe, Laufzeit und Raucherstatus ab.
Stand 07/2026. Die Angaben zur DELA stammen von deren Produktseite, abgerufen am 23.07.2026; maßgeblich sind immer die Bedingungen deines Vertrags. Gesetzesangaben nach dem Wortlaut von § 46 und § 50 SGB VI. Der Beispielbeitrag ist eine profilabhängige Anbieterangabe und keine Zusage. Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mit „Anzeige" markierte Links sind Werbelinks: Bei einem Abschluss über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.
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