Sterbegeldversicherung für Selbstständige
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Die wichtigste Einordnung vorweg: Eine Sterbegeldversicherung deckt die Bestattung, nicht den Lebensunterhalt deiner Familie. Seit 2004 zahlt keine Krankenkasse mehr Sterbegeld, und wer nie in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat, hinterlässt auch keine Witwenrente. Hier steht, ab welchem Beitrag sich so eine Police nicht mehr lohnt, wann sie trotzdem ihren Platz hat und wie sich die beiden Anbieter BVaG und ERGO in Wartezeit, Höchstsumme und Beitrag unterscheiden.
Redaktioneller Überblick, keine Versicherungsberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in vier Sätzen
- Reihenfolge zuerst: Wer Angehörige zu versorgen hat, klärt Berufsunfähigkeit und Risikoleben, bevor er über Sterbegeld nachdenkt.
- Rechenregel: Eine Sterbegeldversicherung lohnt sich rechnerisch nur, solange die Summe aller Beiträge unter der Versicherungssumme bleibt. Je später der Einstieg, desto enger wird das.
- Der echte Mehrwert liegt weniger in der Rendite als in der Zweckbindung: Das Geld ist schnell da, während Konten des Verstorbenen erst freigegeben werden müssen.
- Ohne Gesundheitsprüfung heißt nicht ohne Bedingungen: Es gilt eine Wartezeit, und sie ist der größte Unterschied zwischen den Anbietern: 6 Monate beim BVaG, 18 bis 36 Monate bei ERGO.
Was Hinterbliebene von Selbstständigen wirklich bekommen
| Leistung | Wer sie bekommt | Höhe |
|---|---|---|
| Sterbegeld der Krankenkasse | niemand mehr | zum 1.1.2004 ersatzlos gestrichen |
| Witwen- oder Witwerrente (§ 46 SGB VI) | nur, wenn der Verstorbene die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat (§ 50 Abs. 1 SGB VI) | abhängig von den erworbenen Entgeltpunkten |
| Sterbegeld der Berufsgenossenschaft (§ 64 SGB VII) | nur bei Tod infolge Arbeitsunfall oder Berufskrankheit, auch für freiwillig versicherte Selbstständige | ein Siebtel der Bezugsgröße, 2026: 6.780 € |
| Leistung des Versorgungswerks | Kammerberufe, je nach Satzung | unterschiedlich, in der Satzung nachlesen |
| Beerdigungskosten | trägt der Erbe (§ 1968 BGB) | in voller Höhe |
Für viele Selbstständige bleibt von dieser Tabelle nur die letzte Zeile übrig. Wer weder rentenversicherungspflichtig ist noch freiwillig eingezahlt hat, dessen Angehörige haben keinen Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente, weil die fünfjährige Wartezeit nie erfüllt wurde. Und die Bestattung zahlen in jedem Fall erst einmal die Angehörigen, unabhängig davon, wie viel Vermögen im Betrieb steckt.
Wie teuer das wird, hängt stark von der Bestattungsart ab. Der Bundesverband Deutscher Bestatter weist für die reine Bestatterleistung im Standardmodell rund 3.200 bis 3.500 € aus. Friedhofsgebühren, Trauerfeier, Steinmetz und Grabpflege kommen obendrauf, und genau diese Posten treiben die Gesamtrechnung, die im Mittel deutlich fünfstellig ausfallen kann.
Zwei Anbieter im Vergleich
Beide Anbieter verzichten auf Gesundheitsfragen, unterscheiden sich aber genau dort, wo es bei diesem Produkt weh tut: bei der Wartezeit. Wer die Police abschließt, weil die Gesundheit bereits angeschlagen ist, kauft in erster Linie die Zeit bis zum vollen Leistungsanspruch.
| Merkmal | BVaG Sterbegeldversicherung Anzeige | ERGO Sterbevorsorge Anzeige |
|---|---|---|
| Wartezeit bis zur vollen Leistung | 6 Monate | 36 Monate (Grundschutz), 18 Monate (Komfort, Premium) |
| Höchste Versicherungssumme | 8.000 € | 15.000 €, im Premium 20.000 € |
| Eintrittsalter | Erhöhungen bis ein halbes Jahr nach dem 75. Geburtstag | 40 bis 80 Jahre, in Komfort und Premium bis 85 |
| Gesundheitsfragen | keine | keine |
| Bei Unfalltod | doppelte Summe nur mit Unfall-Zusatzversicherung, bis 16.000 € | doppelte Summe, Aufbauzeit entfällt |
| Veröffentlichter Beitrag | keiner, nur über Vorsorgeassistent oder Telefon | ja, z. B. 27,02 € im Monat (siehe unten) |
| Rechtsform des Anbieters | Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Überschüsse als Bonus | Aktiengesellschaft, Leistung zzgl. Überschüsse |
Unsere Einordnung: Für den typischen Fall, in dem diese Police überhaupt sinnvoll ist (Vorerkrankungen, kleine zweckgebundene Summe, schnelle Verfügbarkeit), ist die kurze Wartezeit des BVaG das stärkere Argument: sechs Monate statt anderthalb bis drei Jahre. ERGO ist die bessere Wahl, wenn mehr als 8.000 € abgesichert werden sollen oder wenn der Einstieg erst mit über 75 erfolgt, weil der BVaG dort nicht mehr erhöht. Innerhalb von ERGO ist der Grundschutz die schwächste Wahl: 90 Cent mehr im Monat halbieren die Aufbauzeit von 36 auf 18 Monate.
Ab welchem Beitrag sich die Police nicht mehr rechnet
Eine Sterbegeldversicherung ist eine kleine Lebensversicherung: Du zahlst über Jahrzehnte ein und deine Angehörigen bekommen eine feste Summe. Die entscheidende Frage ist deshalb schlicht, ob am Ende mehr herauskommt als hineingeflossen ist. Die Grenze lässt sich in einer Zeile ausrechnen: Versicherungssumme geteilt durch die Zahl der Beitragsmonate. Beispiel für 8.000 € Versicherungssumme und Beitragszahlung bis zum rechnungsmäßigen Endalter 85:
| Eintrittsalter | Beitragsmonate bis 85 | Beitrag, ab dem du mehr einzahlst als herauskommt |
|---|---|---|
| 40 Jahre | 540 | 14,81 € im Monat |
| 50 Jahre | 420 | 19,05 € im Monat |
| 60 Jahre | 300 | 26,67 € im Monat |
| 70 Jahre | 180 | 44,44 € im Monat |
Zwei Dinge verschieben diese Rechnung, und zwar in beide Richtungen. Nach oben: Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit schüttet Überschüsse als Bonus aus, die Leistung kann also über der vereinbarten Summe liegen. Nach unten: Über 30 Jahre frisst die Inflation einen großen Teil der Kaufkraft, 8.000 € von heute sind 8.000 € von morgen nur nominal. Die Gebühren-Zeitmaschine zeigt dasselbe Prinzip für laufende Kosten.
Deshalb rät die Verbraucherzentrale in ihrem Beitrag „Sterbegeldversicherungen rechnen sich oft nicht" ausdrücklich davon ab, kurz vor oder im Rentenalter noch abzuschließen. Diese Einordnung teilen wir: Je später der Einstieg, desto eher ist ein Sparplan oder ein Bestattungsvorsorgevertrag die bessere Wahl.
Die Probe aufs Exempel mit einem echten Beitrag
ERGO veröffentlicht anders als der BVaG Beispielbeiträge, deshalb lässt sich die Rechnung hier einmal komplett durchziehen. Angenommen wird ein Eintrittsalter von 60 Jahren, eine Versicherungssumme von 5.000 € und Beitragszahlung bis Alter 90:
| Tarif | Beitrag laut Anbieter | Eingezahlt ist die Summe erreicht nach | Bis Alter 90 eingezahlt |
|---|---|---|---|
| Grundschutz | 27,02 € im Monat | 185 Monaten, also mit rund 75 Jahren | 9.727 € |
| Komfort | 27,92 € im Monat | 179 Monaten, also mit rund 75 Jahren | 10.051 € |
| Premium | 31,93 € im Monat | 157 Monaten, also mit rund 73 Jahren | 11.495 € |
So funktioniert diese Versicherung: Sie zahlt sich aus, wenn man früh stirbt, und kostet, wenn man alt wird. Wer mit 60 einsteigt und mit 72 stirbt, hat rund 3.900 € eingezahlt und seine Angehörigen bekommen 5.000 €. Wer 88 wird, hat gut 9.000 € eingezahlt und bekommt dieselben 5.000 € zuzüglich Überschüsse ausgezahlt. Das ist kein Vorwurf an den Anbieter, sondern die Natur einer Todesfallversicherung, die jeden annimmt. Man sollte es nur wissen, bevor man unterschreibt.
Unsere Rechnung, Beitragsbeispiele des Anbieters vom 21.07.2026. Nicht berücksichtigt sind die Überschüsse, die die Auszahlung erhöhen, und die Inflation, die sie real senkt.
Was die Sterbegeldversicherung des BVaG bietet
Der Bochumer Versicherungsverein a.G. ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit unter Aufsicht der BaFin und auf genau dieses eine Produkt spezialisiert. Die folgenden Punkte stehen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen des Anbieters, nicht im Werbetext:
- Keine Gesundheitsprüfung in allen Tarifen. Das ist der eigentliche Grund, warum solche Policen bei Vorerkrankungen überhaupt eine Rolle spielen.
- Höchstens 8.000 € Versicherungssumme aus allen Verträgen zusammen. Mit der Unfall-Zusatzversicherung verdoppelt sich der Betrag auf bis zu 16.000 €, aber nur im Fall eines Unfalltodes.
- Sechs Monate Wartezeit für jeden neuen Vertrag. Bei Unfalltod entfällt sie.
- Staffel ab Eintrittsalter 50: im ersten Versicherungsjahr nur die gezahlten Beiträge, im zweiten ein Drittel, im dritten zwei Drittel der Versicherungssumme, jeweils mindestens das Eingezahlte.
- Kinder bis 14 Jahre beitragsfrei mitversichert, bis zur eigenen Versicherungssumme. Im Einmalbeitragstarif ist das nicht möglich.
- Kündigung: Eine Rückvergütung gibt es erst, wenn drei Jahre lang Beiträge gezahlt wurden, und dann in Höhe von 95 % der Deckungsrückstellung, nicht der eingezahlten Beiträge.
- Erhöhung in 500-€-Schritten bis zur Höchstsumme, laut Anbieter bis ein halbes Jahr nach dem 75. Geburtstag.
Beitrag und Antrag Anzeige
Eine Beitragstabelle veröffentlicht der BVaG nicht: Die Höhe hängt von Eintrittsalter, Tarif (laufender Beitrag oder Einmalbeitrag) und Versicherungssumme ab und wird über den Vorsorgeassistenten des Anbieters oder telefonisch ermittelt. Prüfe das Angebot gegen die Break-even-Tabelle weiter oben, bevor du unterschreibst. Die vom Anbieter genannte Auszahlung binnen 48 Stunden an Hinterbliebene oder direkt an das Bestattungsunternehmen ist eine Anbieterangabe und keine Bedingung aus den AVB.
Der BVaG passt, wenn 8.000 € reichen und die Wartezeit kurz sein soll.
Was die ERGO Sterbevorsorge bietet
ERGO deckt denselben Bedarf mit drei Tarifen ab und geht bei den Summen deutlich weiter, kauft das aber mit einer erheblich längeren Aufbauzeit. Alle Angaben von der Produktseite des Anbieters, abgerufen am 21.07.2026:
- Keine Gesundheitsfragen, garantierte Aufnahme, Eintrittsalter 40 bis 80 Jahre, in Komfort und Premium bis 85.
- Versicherungssumme bis 15.000 €, im Premium-Tarif bis 20.000 €, ausgezahlt zuzüglich Überschüsse.
- Aufbauzeit 36 Monate im Grundschutz, 18 Monate in Komfort und Premium. Wer in dieser Zeit stirbt, dessen Bezugsberechtigte bekommen nur die gezahlten Beiträge zurück. Das ist der wichtigste Satz des ganzen Angebots.
- Bei Unfalltod doppelte Versicherungssumme, und die Aufbauzeit entfällt.
- Auszahlung an die Bezugsberechtigten ohne Erbschein, die Leistung ist nicht zweckgebunden und muss nicht für die Bestattung verwendet werden.
- In Komfort und Premium zusätzlich: einmalige Kapitalleistung bei Pflegebedürftigkeit sowie vorgezogene Leistung bei diagnostizierter unheilbarer Krankheit.
Beiträge und Tarifwahl Anzeige
Für 60-Jährige und 5.000 € Versicherungssumme nennt ERGO 27,02 € (Grundschutz), 27,92 € (Komfort) und 31,93 € (Premium) im Monat, jeweils bei Beitragszahlung bis Alter 90. Wer sich für diesen Anbieter entscheidet, sollte den Grundschutz überspringen: Die 90 Cent Aufpreis zum Komfort-Tarif halbieren die Aufbauzeit von 36 auf 18 Monate, und genau darauf kommt es bei einer Police ohne Gesundheitsprüfung an.
Zur ERGO Sterbevorsorge · Anzeige
ERGO passt, wenn mehr als 8.000 € nötig sind oder der Einstieg spät erfolgt.
Wann sie sinnvoll ist, wann nicht
Spricht dafür:
- Vorerkrankungen, wegen derer eine Risikolebensversicherung nicht mehr oder nur mit hohem Zuschlag zu bekommen ist.
- Der Wunsch, das Geld zweckgebunden zu hinterlassen, damit es für die Bestattung da ist und nicht in der Erbauseinandersetzung untergeht.
- Angehörige, die eine vierstellige Rechnung nicht ohne Weiteres vorstrecken könnten. Nach dem Tod sind Konten nicht sofort verfügbar, die Bestatterrechnung kommt trotzdem.
- Ein bereits vorhandener Grundschutz: Berufsunfähigkeit, Haftpflicht und Altersvorsorge stehen, das hier ist der letzte Baustein.
Spricht dagegen:
- Junge Selbstständige mit Familie: Dieselben 20 € im Monat kaufen in einer Risikolebensversicherung ein Vielfaches an Todesfallschutz.
- Später Einstieg mit hohem Beitrag, sodass die Beitragssumme die Versicherungssumme überholt.
- Ausreichende Rücklagen, auf die Angehörige zugreifen können. Dann ist ein Tagesgeldkonto mit Vollmacht flexibler und kostet keine Abschlusskosten.
- Fehlender Grundschutz. Eine Sterbegeldpolice abzuschließen, während die Berufsunfähigkeit ungedeckt ist, dreht die Prioritäten um. Wo du stehst, zeigt der Absicherungs-Check.
Alternativen und Ergänzungen
- Sparplan oder Tagesgeld: flexibel, jederzeit verfügbar, ohne Wartezeit. Der Nachteil ist die fehlende Zweckbindung und die Frage, ob im Ernstfall jemand herankommt.
- Bestattungsvorsorgevertrag beim Bestatter, am besten über ein Treuhandkonto: Leistungen sind konkret vereinbart, das Geld liegt nicht beim Bestatter selbst.
- Konto-Vollmacht über den Tod hinaus: kostet nichts und löst genau das Liquiditätsproblem, um das es hier eigentlich geht. Ob deine Bank sie anbietet, steht in den Bedingungen, ein Blick in den Geschäftskonto-Vergleich lohnt sich ohnehin.
- Risikolebensversicherung für alle, die Einkommen oder einen Kredit absichern müssen. Sie ersetzt die Sterbegeldpolice inhaltlich nicht, deckt aber die viel größere Lücke.
- Freiwillige Versicherung bei der Berufsgenossenschaft: Sie zahlt bei einem tödlichen Arbeitsunfall neben Hinterbliebenenrenten auch das Sterbegeld nach § 64 SGB VII.
Passend dazu
- Berufsunfähigkeitsversicherung – der wichtigste Baustein, wenn Einkommen abzusichern ist
- Altersvorsorge für Selbstständige – Rürup, private Rente und ETF im Vergleich
- Privathaftpflicht & Hausrat – wo der private Schutz endet
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Häufige Fragen
Zahlt die Krankenkasse noch Sterbegeld?
Nein. Zum 1. Januar 2004 wurde das gesetzliche Sterbegeld der gesetzlichen Krankenversicherung ersatzlos gestrichen. Seitdem tragen die Erben die Kosten der Beerdigung, so steht es in § 1968 BGB. Eine Ausnahme gibt es nur in der gesetzlichen Unfallversicherung: Stirbt jemand an den Folgen eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit, zahlt die Berufsgenossenschaft nach § 64 SGB VII ein Sterbegeld in Höhe eines Siebtels der Bezugsgröße, 2026 also 6.780 Euro. Das gilt auch für Selbstständige, die sich freiwillig bei ihrer Berufsgenossenschaft versichert haben.
Lohnt sich eine Sterbegeldversicherung für Selbstständige?
Das hängt vor allem vom Eintrittsalter ab. Rechnerisch lohnt sie sich nur, solange die Summe aller Beiträge unter der Versicherungssumme bleibt. Bei 8.000 Euro Versicherungssumme und Beitragszahlung bis zum Endalter 85 sind das rund 14,81 Euro im Monat mit 40 Jahren, aber schon 44,44 Euro mit 70 Jahren. Wer jung ist und eine Familie zu versorgen hat, holt für dasselbe Geld mit einer Berufsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherung ein Vielfaches an Schutz heraus. Sinnvoll wird die kleine Police vor allem dann, wenn wegen Vorerkrankungen keine andere Absicherung mehr zu bekommen ist oder wenn das Geld zweckgebunden und schnell verfügbar sein soll.
Wie lang ist die Wartezeit bei den beiden Anbietern?
Das ist der größte Unterschied. Beim BVaG besteht ein Leistungsanspruch erst nach sechs Monaten Mitgliedschaft, und wer bei Vertragsbeginn mindestens 50 Jahre alt ist, bekommt zusätzlich gestaffelt: im ersten Versicherungsjahr nur die gezahlten Beiträge, im zweiten ein Drittel, im dritten zwei Drittel der Versicherungssumme. Bei ERGO heißt dieselbe Sperre Aufbauzeit und dauert 36 Monate im Grundschutz sowie 18 Monate in Komfort und Premium; stirbt der Versicherte vorher, erhalten die Bezugsberechtigten nur die eingezahlten Beiträge zurück. Bei Tod durch Unfall entfällt die Wartezeit bei beiden Anbietern.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
So hoch wie die Bestattung, die du dir vorstellst, plus Grabstelle und Grabpflege. Die reine Bestatterleistung liegt nach Zahlen des Bundesverbands Deutscher Bestatter im Standardmodell bei rund 3.200 bis 3.500 Euro, mit Friedhofsgebühren, Trauerfeier und Grabstein kommen im Mittel aber deutlich höhere Gesamtkosten zusammen. Beim BVaG sind höchstens 8.000 Euro versicherbar, mit Unfall-Zusatzversicherung bis zu 16.000 Euro im Fall eines Unfalltodes. ERGO geht bis 15.000 Euro, im Premium-Tarif bis 20.000 Euro. Eine aufwendige Erdbestattung mit Wahlgrab kann die 8.000-Euro-Grenze überschreiten, eine Feuer- oder Naturbestattung liegt in der Regel darunter.
Was ist besser: Sterbegeldversicherung oder Risikolebensversicherung?
Die beiden lösen unterschiedliche Probleme. Die Risikolebensversicherung ersetzt Einkommen und sichert laufende Verpflichtungen ab, etwa einen Immobilienkredit oder den Lebensunterhalt der Familie, und kostet in jungen Jahren für sechsstellige Summen wenig. Die Sterbegeldversicherung deckt nur die Bestattung, dafür ohne Gesundheitsprüfung und lebenslang. Wer Angehörige zu versorgen hat, klärt zuerst Berufsunfähigkeit und Risikoleben. Die Sterbegeldversicherung ist der letzte, kleinste Baustein, kein Ersatz für die beiden anderen.
Stand 07/2026. Die Angaben zum BVaG stammen aus dessen Allgemeinen Versicherungsbedingungen und FAQ, die Angaben zu ERGO von dessen Produktseite, beide abgerufen am 21.07.2026; maßgeblich sind immer die Bedingungen deines Vertrags. Gesetzesangaben nach dem Wortlaut von § 1968 BGB, § 46 und § 50 SGB VI, § 64 SGB VII sowie der Sozialversicherungs-Bezugsgrößenverordnung 2026. Die Break-even-Tabelle ist eine eigene Rechnung ohne Überschussbeteiligung und ohne Inflation. Dieser Ratgeber ist eine redaktionelle Orientierung und keine Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mit „Anzeige" markierte Links sind Werbelinks.
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