Kostenloses Girokonto: was bei der DKB wirklich kostenlos ist
Enthält Anzeigen. Mehr zur Transparenz
Das Girokonto der DKB ist kostenlos, aber „kostenlos“ hat hier zwei Stufen, und die Werbung wirft sie zusammen. Die Kontoführung ist frei ab 700 € Geldeingang im Monat oder für alle unter 28. Das weltweit kostenlose Bezahlen und Abheben hängt dagegen am Aktivstatus, den es erst nach drei Monaten in Folge mit 700 € gibt. Wer keine der beiden Bedingungen erfüllt, zahlt 4,50 € im Monat und 2,20 % auf jeden Umsatz in Fremdwährung. Hier stehen alle Zahlen aus dem Preisverzeichnis.
Redaktioneller Überblick, keine Finanzberatung · Stand 07/2026
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Das Wichtigste in fünf Sätzen
- Konto 0 € bei 700 € Geldeingang im Monat oder unter 28 Jahren, sonst 4,50 € im Monat.
- Der Aktivstatus ist etwas anderes als die Gebührenfreiheit: drei Monate in Folge 700 € Eingang, Neukunden bekommen ihn drei Monate geschenkt.
- Die Gratiskarte ist eine Debitkarte, keine Kreditkarte. Die echte Visa Kreditkarte kostet 2,49 € im Monat.
- Ohne Aktivstatus kosten Fremdwährungsumsätze 2,20 % – ab rund 1.360 € im Jahr ist die Kreditkarte dann billiger als die Gratis-Debitkarte.
- Die geduldete Überziehung kostet nicht mehr als der Dispo (beides 8,51 %, mit Aktivstatus 7,91 %). Das ist ungewöhnlich und ein echter Vorteil.
Die zwei Stufen von „kostenlos“
Die erste Stufe entscheidet, ob du Kontoführungsgebühr zahlst. Die zweite entscheidet, was deine Karte im Ausland kostet. Beide hängen an 700 € Geldeingang, aber sie greifen unterschiedlich: Die Gebührenfreiheit gilt sofort, den Aktivstatus musst du dir über drei Monate verdienen.
| Leistung | Mit Aktivstatus | Ohne Aktivstatus |
|---|---|---|
| Kontoführung Erstkonto | 0,00 € | 4,50 € im Monat (unter 28 Jahren: 0,00 €) |
| Kontoführung Zusatzkonto | 2,50 € im Monat | 2,50 € im Monat |
| Visa Debitkarte | inklusive | inklusive |
| Bezahlen und Abheben in Euro | kostenlos | kostenlos |
| Bezahlen und Abheben in Fremdwährung | kostenlos | 2,20 % vom Umsatz |
| Notfallpaket bei Kartenverlust im Ausland | inklusive | Notfallkarte 180 €, Notfallbargeld 150 € |
| Dispozins | 7,91 % p. a. variabel | 8,51 % p. a. variabel |
Achte auf die Spalte ganz rechts. Sie ist der Normalfall für alle, die das Konto als Zweitkonto führen, in Elternzeit sind, selbstständig unregelmäßig Geld bekommen oder gerade die Probezeit hinter sich haben. Für sie ist das „kostenlose Konto“ ein Konto für 54 € im Jahr, bei dem außerdem jede Urlaubszahlung 2,20 % kostet. Direkt zum DKB Girokonto (Anzeige) oder erst weiterlesen, für wen sich das rechnet.
Was nicht als Geldeingang zählt
Die 700 € dürfen aus mehreren Beträgen bestehen, entscheidend ist die Monatssumme. Nicht mitgezählt werden laut DKB unter anderem Wertpapierumsätze, Zinsgutschriften, Stornobuchungen, Rückbuchungen von Guthaben, Rücküberweisungen, Rücklastschriften und Rückschecks sowie Auszahlungen aus Darlehen und Sparprodukten, die du bei der DKB selbst hast. Der naheliegende Trick, sich die Summe monatlich vom eigenen DKB-Tagesgeld zu überweisen, funktioniert also nicht. Eine Überweisung von einem Konto bei einer anderen Bank ist dagegen ein normaler Geldeingang. Geprüft wird monatlich, immer über die vergangenen drei Monate; eine Statusänderung wirkt spätestens am dritten Bankarbeitstag eines Monats.
Die kostenlose Karte ist eine Debitkarte Anzeige
Zum Konto gehört eine Visa Debitkarte: Jede Zahlung wird sofort vom Girokonto abgebucht, es gibt keinen Kreditrahmen. Die Visa Kreditkarte, bei der die Umsätze gesammelt und einmal im Monat abgebucht werden, ist ein kostenpflichtiges Extra. Das ist mehr als eine Begriffsfrage: Debitkarten werden nicht überall wie Kreditkarten akzeptiert, vor allem bei Mietwagen-Kautionen und in manchen Hotels.
| Karte | Preis | im Jahr | Fremdwährung |
|---|---|---|---|
| Visa Debitkarte (zum Konto) | 0,00 € | 0,00 € | kostenlos nur mit Aktivstatus, sonst 2,20 % |
| Visa Kreditkarte (optional) | 2,49 € im Monat | 29,88 € | kostenlos, auch ohne Aktivstatus |
| Girokarte / girocard (optional) | 0,99 € im Monat | 11,88 € | 2,20 % |
Der Rechentipp, den kein Werbetext nennt
Im Preis- und Leistungsverzeichnis hat die Visa Kreditkarte nur eine einzige Preisspalte. Sie ist also unabhängig vom Aktivstatus, und Zahlungen wie Automatenabhebungen sind in jeder Währung „kostenlos seitens der DKB AG“. Wer keinen Aktivstatus hat, aber im Ausland zahlt, fährt mit der 2,49-€-Karte deshalb günstiger als mit der kostenlosen Debitkarte. Der Umschlagpunkt liegt bei rund 1.360 € Fremdwährungsumsatz im Jahr (29,88 € Jahresentgelt geteilt durch 2,20 % – unsere eigene Rechnung). Mit Aktivstatus brauchst du die Karte dafür nicht, dann bleiben nur der Akzeptanzvorteil und das inklusive Notfallpaket.
Drei Grenzen, die im Alltag auffallen und in keiner Featureliste stehen:
- Mindestabhebebetrag 50,00 € an Geldautomaten, für Visa Debit- und Visa Kreditkarte. Kleine Beträge zieht man also nicht am Automaten.
- Am Bankschalter kostet die Visa Kreditkarte 3,00 % des Betrags, mindestens 5,00 € – kostenlos ist nur der Automat.
- Die Girokarte an fremden Automaten kostet 1,00 % des Betrags, mindestens 10,00 €. Wer sie mitbestellt, sollte sie nicht zum Abheben benutzen.
Auch das Einzahlen ist nicht gratis, obwohl es in der Leistungsliste steht: Bargeldeinzahlung am eigenen Automaten kostet 1,5 % des Betrags (mindestens 2,50 €, höchstens 15,00 €), „Cash im Shop“ im Einzelhandel 1,5 % des Betrags.
Der Dispo: einmal wirklich fair gerechnet
Bei den meisten Banken ist die geduldete Überziehung – also alles jenseits des eingeräumten Rahmens – deutlich teurer als der Dispo selbst. Bei der DKB ist sie gleich teuer. Das ist eine der wenigen Stellen, an der ein Anbieter besser ist, als es sein Werbetext behauptet.
| Dauerhaft im Minus | ohne Aktivstatus (8,51 %) | mit Aktivstatus (7,91 %) |
|---|---|---|
| 500 € | rund 43 € im Jahr | rund 40 € im Jahr |
| 1.000 € | rund 85 € im Jahr | rund 79 € im Jahr |
| 2.000 € | rund 170 € im Jahr | rund 158 € im Jahr |
Eigene Überschlagsrechnung mit den genannten Sollzinssätzen, ohne unterjährige Verrechnung. Auch hier gilt: Wer dauerhaft 2.000 € im Minus steht, zahlt dafür mehr als das Dreifache der Kontoführungsgebühr, die er sich mit dem Kontowechsel spart. Ein Ratenkredit ist bei längerer Nutzung fast immer günstiger als ein Dispo.
Pflichtangaben zum Dispositionskredit
Kreditgeberin: Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft, Taubenstraße 7–9, 10117 Berlin. Kreditart: eingeräumte Überziehungsmöglichkeit auf dem Girokonto (Dispositionskredit), unbefristetes Allgemein-Verbraucherdarlehen im Sinne des § 491 Abs. 2 BGB. Sollzinssatz: veränderlich, zurzeit 8,51 % p. a. als Standardleistung und 7,91 % p. a. für Aktivkunden. Effektiver Jahreszins: entspricht dem jeweiligen Sollzinssatz, weil laut Bank „sonstige Kosten im Zusammenhang mit dem Dispositionskredit nicht anfallen“. Nettodarlehensbetrag: bei Kontoeröffnung höchstens 1.000 €. Zinsanpassung: gekoppelt an den Zwölf-Monats-EURIBOR, Prüftag jährlich der 15. September, Wirkung zum folgenden Quartalsbeginn. Sollzinsen werden zum Rechnungsabschluss am Ende des Kalenderquartals fällig. Quelle: „Europäische Verbraucherkreditinformationen bei Überziehungskrediten“ der DKB AG, Stand Juli 2026.
Wie das Geld gesichert ist
Die Deutsche Kreditbank AG ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin und laut eigenem Impressum ein Unternehmen der BayernLB. Für die Zulassung ist die Europäische Zentralbank zuständig, für den Verbraucherschutz die BaFin. Beim Einlagenschutz sind es zwei Ebenen:
- Gesetzlich: die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB), 100.000 € je Kundin und Kunde.
- Zusätzlich freiwillig: der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands, der Einlagen oberhalb der gesetzlichen Grenze schützt. Die Bank weist selbst darauf hin, dass darauf kein Rechtsanspruch besteht und Leistungen nur im Rahmen des Fondsvolumens erfolgen.
Damit ist die Zuständigkeit im Ernstfall deutsch. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Bei manchen Zinsangeboten liegt sie im Herkunftsland der Bank, wie unser Vergleich von Tagesgeld und Festgeld zeigt.
Für wen sich das rechnet Anzeige
Klar ja, wenn:
- Du ein Gehalt oder eine andere regelmäßige Zahlung ab 700 € hierher legen kannst. Dann ist das Konto dauerhaft 0 €, und nach drei Monaten zahlst du auch im Ausland nichts.
- Du unter 28 bist. Dann ist die Kontoführung ohne jede Bedingung frei.
- Du rein digital bankst und keine Filiale brauchst.
Genau nachrechnen, wenn:
- Du es als Zweit- oder Haushaltskonto ohne eigenen Geldeingang führen willst: 4,50 € im Monat als Erstkonto, 2,50 € als Zusatzkonto neben einem bestehenden DKB-Konto.
- Du viel in Fremdwährung zahlst, aber keinen Aktivstatus erreichst. Dann gehört die Visa Kreditkarte für 2,49 € dazu – siehe die Rechnung oben.
- Du häufig kleine Beträge abhebst: unter 50 € geht am Automaten gar nicht.
Auch als Gemeinschaftskonto
Die DKB bietet dasselbe Konto als Gemeinschaftskonto mit zwei Visa Debitkarten an, zu denselben Bedingungen: gebührenfrei ab 700 € Geldeingang im Monat. Für Paare, die gemeinsame Ausgaben trennen wollen, ist das die naheliegendere Variante als ein zweites Einzelkonto, das ohne eigenen Geldeingang 4,50 € kosten würde.
Und der ehrliche Gegenpunkt: Wer eine Filiale und einen Ansprechpartner vor Ort will, ist hier falsch. Was das anderswo kostet und was man dafür bekommt, steht in unserem Vergleich Girokonto bei einer Genossenschaftsbank. Dort liegt die Kontoführung bei 5,00 bis 9,50 € im Monat, dafür gibt es Beratung, beleghafte Buchungen und eine Mitgliedschaft.
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Passend dazu
- Girokonto bei einer Genossenschaftsbank – das Gegenmodell mit Filiale, echten Preisen und Mitgliedschaft.
- Kostenlose Kreditkarte – warum bei vielen Gratis-Karten die Teilzahlung ab Werk aktiv ist.
- Tagesgeld und Festgeld – wohin mit dem Guthaben, das auf dem Girokonto nichts bringt.
- Haushaltsbuch-App mit Bankanbindung – mehrere Konten in einer Übersicht zusammenführen.
Häufige Fragen
Ist das DKB-Girokonto wirklich kostenlos?
Ja, aber an eine Bedingung geknüpft. Die Kontoführung ist kostenlos, wenn monatlich mindestens 700 Euro eingehen oder wenn der Kontoinhaber unter 28 Jahre alt ist. Trifft beides nicht zu, kostet das Erstkonto 4,50 Euro im Monat, also 54 Euro im Jahr, ein Zusatzkonto 2,50 Euro im Monat. Davon getrennt zu sehen ist der Aktivstatus, an dem die weltweit kostenlosen Karteneinsätze hängen. Angaben aus der Entgeltinformation der DKB nach Paragraf 5 ZKG, Stand 01.10.2025.
Was ist der Aktivstatus und wie bekomme ich ihn?
Der Aktivstatus ist ein eigener Kontostatus. Du bekommst ihn, wenn drei Monate in Folge und danach weiterhin mindestens 700 Euro monatlich auf dem Girokonto eingehen; geprüft werden jeden Monat die vergangenen drei Monate. Als Neukundin oder Neukunde bekommst du ihn laut DKB für drei Monate geschenkt. Mit Aktivstatus zahlst und hebst du weltweit in jeder Währung kostenlos ab, das Notfallpaket bei Kartenverlust im Ausland ist inklusive und der Dispozins sinkt von 8,51 auf 7,91 Prozent.
Was zählt als Geldeingang für den Aktivstatus?
Die 700 Euro dürfen sich aus mehreren Beträgen zusammensetzen, entscheidend ist die Summe im Monat. Nicht mitgezählt werden laut DKB unter anderem Wertpapierumsätze, Zinsgutschriften, Stornobuchungen, Rückbuchungen von Guthaben, Rücküberweisungen, Rücklastschriften und Rückschecks sowie Auszahlungen aus Darlehen und Sparprodukten, die du bei der DKB selbst hast. Wer sich den Betrag vom eigenen DKB-Sparprodukt überweist, erfüllt die Bedingung damit nicht.
Ist die kostenlose Karte eine Kreditkarte?
Nein. Zum Konto gehört eine Visa Debitkarte, bei der jede Zahlung sofort vom Girokonto abgebucht wird. Die echte Visa Kreditkarte, bei der die Umsätze gesammelt und einmal im Monat abgebucht werden, kostet 2,49 Euro im Monat, also 29,88 Euro im Jahr. Der Unterschied ist praktisch relevant, weil Debitkarten nicht überall wie Kreditkarten akzeptiert werden, etwa bei Mietwagen-Kautionen und in manchen Hotels.
Lohnt sich die Visa Kreditkarte für 2,49 Euro im Monat?
Wenn du keinen Aktivstatus hast und im Ausland in Fremdwährung zahlst, ja. Ohne Aktivstatus kostet jeder Fremdwährungsumsatz mit der Debitkarte 2,20 Prozent, mit der Visa Kreditkarte ist er laut Preisverzeichnis kostenlos, und zwar unabhängig vom Status. Der Wechsel rechnet sich ab rund 1.360 Euro Fremdwährungsumsatz im Jahr; das ist unsere eigene Rechnung aus 29,88 Euro Jahresentgelt geteilt durch 2,20 Prozent. Mit Aktivstatus brauchst du sie dafür nicht, dann bleibt nur der Akzeptanzvorteil.
Was kostet der Dispo bei der DKB?
Der eingeräumte Dispositionskredit kostet 8,51 Prozent im Jahr, mit Aktivstatus 7,91 Prozent. Der Sollzinssatz ist veränderlich und an den Zwölf-Monats-EURIBOR gekoppelt. Bemerkenswert ist, dass eine darüber hinausgehende geduldete Überziehung denselben Satz kostet und nicht, wie bei vielen Banken üblich, deutlich mehr. Wer dauerhaft 1.000 Euro im Minus steht, zahlt nach unserer Überschlagsrechnung rund 85 Euro Zinsen im Jahr.
Wie ist mein Geld bei der DKB geschützt?
Über die gesetzliche Einlagensicherung der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH, die 100.000 Euro je Kundin und Kunde abdeckt. Zusätzlich ist die DKB freiwillig dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Öffentlicher Banken Deutschlands angeschlossen, der darüber hinausgehende Einlagen schützt; auf dessen Leistungen besteht laut Bank kein Rechtsanspruch. Die DKB ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin und ein Unternehmen der BayernLB. Für die Zulassung ist die Europäische Zentralbank zuständig, für den Verbraucherschutz die BaFin.
Stand 07/2026. Alle Preise und Leistungsangaben stammen von der Deutschen Kreditbank AG, abgerufen am 22.07.2026: Produktseite und Aktivstatus-Seite auf dkb.de, Entgeltinformation nach § 5 ZKG (Stand 01.10.2025), Preis- und Leistungsverzeichnis Karten sowie „Europäische Verbraucherkreditinformationen bei Überziehungskrediten“ (Stand Juli 2026). Konditionen können sich ändern; maßgeblich sind stets das Preis- und Leistungsverzeichnis und die Vertragsunterlagen der Bank. Die Jahres-, Break-even- und Dispo-Rechnungen auf dieser Seite sind eigene Überschlagsrechnungen ohne unterjährige Verrechnung und ersetzen keine Auskunft der Bank. Dieser Überblick ist eine redaktionelle Orientierung und keine Finanzberatung. Mit „Anzeige“ markierte Links sind Werbelinks: Bei einer Kontoeröffnung über diese Links erhalten wir eine Provision, für dich ändert sich an den Konditionen nichts.
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